ADVERB - » Filmen, Schneiden, Veröffentlichen – Der Weg zum perfekten Video

Filmen, Schneiden, Veröffentlichen – Der Weg zum perfekten Video

Kommuniziert wird digital! Doch allzu oft nur in Text- bzw. Bildform. Auf die Bewegtbild-Kommunikation angesprochen, tönt es in den meisten Fällen: Zu teuer! Zu technisch! Zu kompliziert! Konstanze und Horst Werner machen mit ihrem Buch Mut, das Gegenteil herauszufinden. Denn wie der Titel schon sagt: „Jeder kann Video!“

Verbände und NGOs sind auf Kommunikation angewiesen. Nur so lassen sich politische Inhalte und Forderungen transportieren. Wer etwas wagen möchte, wählt dazu die Form des Videos. Was dabei am Anfang beachtet werden sollte und wie dann am Ende ein schönes Ergebnis resultiert, wird in dem Ratgeber erläutert.

Den Anfang des Buches machen Antworten auf Fragen rund um das Thema Technik. Die Autoren erklären anschaulich, dass selbst mit einem iPhone mittlerweile einfach und schnell qualitativ hochwertige Videos erstellt werden können. Dabei werden diverse Gadgets vorgestellt, die die Aufnahme unterstützen können – und das für jede Preisklasse. Das Filmen mit Digitalkameras und Camcordern wird leider nur am Rande erwähnt. Anschließend leisten Herr und Frau Werner Hilfestellung auf dem Weg durch den „Software-Dschungel“. Hinsichtlich der Hard- und Software ist für Verbände sicherlich der Absatz „Schnitt auf dem PC“ am interessantesten. Die Grundfunktionen von zwei verschiedenen Software-Programmen werden Schritt für Schritt erläutert. Unterstützung bieten farbige Screenshots, die die Oberfläche der Programme visuell darstellen.

Sicherlich auch nicht unwichtig für Verbände und NGOs ist das Kapitel über die Rechte eines Filmenden und dessen Protagonisten. Die Frage, wer oder was überhaupt gefilmt werden darf, sollten sich Organisationen bereits vor dem Beginn des Filmdrehs stellen. So können spätere Unannehmlichkeiten vermieden werden. Welche Rechte beispielsweise der Urheber besitzt und dass der Pressekodex auch für Videoveröffentlichungen gilt, sollte erfahrenen Verbandskommunikationsexperten klar sein. Absoluter Pflichtteil ist aber das Kapitel „Gestaltetes Video“. Denn hier geht es um den Dreh und den Schnitt von Filmmaterial, das veröffentlicht werden soll – und darauf kommt es bei Verbänden ja an.

Ein Video, das für Publikum bestimmt ist, braucht eine Geschichte und eine abschließende verwertbare Aussage. Die Autoren setzen genau hier an. Sie erläutern beispielsweise, wie ein Spannungsbogen aufgebaut werden kann und die Geschichte so die nötige Würze erhält. Es gibt Tipps zur weiteren Vorbereitung, etwa in welchen Einstellungen gefilmt werden sollte. Und nicht zuletzt spielt auch der Ton eine wichtige Rolle. So müssen z. B. bei Sprechertexten andere Aspekte beachtet werden als bei der Verwendung von O-Tönen. Die Einführung in Schnittprogramme wird in diesem Kapitel nochmals vertieft. Doch das Autorenduo macht auch klar, dass Videos auch Enttäuschungen bedeuten können – wenn beispielsweise die erträumten Klickzahlen auf YouTube nicht erreicht werden. Hier gilt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken.

Fazit: Konstanze und Horst Werner haben recht. So wie sie es erklären, kann wirklich jeder Video. Pluspunkte gibt es für die Verständlichkeit ihres Werkes. Die farbigen Screenshots helfen, Software-Werkzeuge noch besser zu verstehen. Spielereien mit unterschiedlichen Schärfegraden etc. werden bildlich dargestellt. Infokästen bieten Geheimtipps, Checklisten und Übungsaufgaben. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine kurze und prägnante Zusammenfassung dessen, was in dem Kapitel behandelt wurde – ideal für Eilige.

Fachwörter, die Einsteigern wahrscheinlich wie Chinesisch vorkommen, sind im Text rot markiert und werden am Ende des Buches im Glossar erläutert. Wer noch mehr Input haben möchte, findet diesen unter www.jederkannvideo.de. Dort gibt es weitere Tipps und Videobeispiele zum Angucken. Minuspunkte gibt es leider für die starke Fokussierung auf Produkte von Apple. Wer kein iPhone oder iPad besitzt, kann mit den Erklärungen zu Einstellungen und Zubehör leider wenig anfangen. Auch ist ein Teil des Buches eher für „Urlaubsfilmer“ und daher für Verbände und NGOs ungeeignet. Gleichzeitig ist Technik sehr schnelllebig. Mittlerweile können neuere Versionen der Software-Programme auf dem Markt sein. Dennoch sollte deren Bedienbarkeit im Großen und Ganzen gleich geblieben sein.

Nichtsdestotrotz macht dieses Buch Lust auf mehr. Für Verbände sicherlich ein Aufhänger, über die Verwendung von Bewegtbild-Kommunikation (nochmals) nachzudenken. Denn mit der Planung der entsprechenden Ressourcen kann´s eigentlich losgehen!

Übrigens: Wichtige Tipps für alle Bereiche der Verbandskommunikation haben wir bereits für Sie zusammengestellt:
Alle Ausgaben des Verbandsstrategen

Bewertung:
Werner, Konstanze & Horst (2013): „Jeder kann Video!“, Konstanz.
ISBN: 978-3-86764-374-0
215 Seiten, 19,95 EUR

Amazon-Bestell-Link

Zielgruppe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Einsteiger
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Profis

Nutzen für
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Fundraising
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Lobbying
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Mitgliederkommunikation

Theorie/Praxis
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Praxisnähe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Theoretisch unterfüttert

rezensiert von Johanna Specker, IFK Berlin


Kommentare