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Kommunikationsprofis sollten eine Querdenkerrolle einnehmen!

Bender, Milde, PehlertMit dem Buchtitel „Disruptive Affairs“ von den Autoren Dr. Gunnar Bender, Director Public Policy von Amazon Deutschland, Dr. Georg Milde, Herausgeber des Magazins politik&kommunikation, und Jessica Pehlert, Head of Public Affairs beim Unternehmen Ada, werden zunächst nur wenige Leser sofort etwas anfangen können. Dabei werden sich nahezu alle Kommunikationsprofis in Verbänden damit früher oder später beschäftigen müssen. Denn disruptives Denken ist der Nährboden für neue, andere und innovative Wege in der Verbandskommunikation.

Ausgehend von der theoretischen Denkweise fußt das Buch auf der Annahme, dass viele Kommunikatoren nicht immer das vollumfängliche Potenzial ausschöpfen und oft in ihrer wenig begeisternden Arbeitsweise stecken bleiben. Um sich aus diesen Zwängen befreien zu können, besteht, wie im ersten Kapitel beschrieben, die dringliche Notwendigkeit einer neuen Kommunikationsdisziplin. Wie diese digitale Transformation gelingen kann, erfährt der Leser durch das Aufgreifen prägnanter Schlagwörter dieser Prozesse. Fett markiert wird u. a. die Bedeutung von Flexibilisierung, ökonomischer Logik, Arbeit 4.0 und fragmentierter Teilöffentlichkeit erläutert. Der Grund hierfür ist von den Autoren klar umschrieben, denn unsere heutige Gesellschaft befindet sich aufgrund der Digitalisierung im Umbruch – in einem ständigen, sich immer weiter beschleunigenden Wandel.

Das zweite Kapitel steht ganz im Zeichen von Best-Practice-Beispielen. Die Anwendungsfälle werden hierbei noch einmal in die Bereiche Wirtschaft & Arbeit, Medien & Öffentlichkeit sowie Politik & Gesellschaft geclustert. Somit finden sich in dem 170-seitigen Buch Beispiele von Verbänden, Unternehmen, sozialen Netzwerken und Start-ups, u. a. dem Digitalverband Bitkom, dem WWF und Facebook, aber auch neue Denkansätze von bundesweit bekannten Politikern wie dem CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber oder der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär. Im Mittelpunkt der kurzen, vier- bis sechsseitigen Beiträge steht überwiegend die Frage, wie stark Disruption ihre Organisation beeinflusst und welche Vorteile sich daraus ergeben haben.

Als abschließende Klammer dürfte für viele Leser das dritte Kapitel gelten. Denn dort wird gewissermaßen die Antwort auf die Frage aus dem ersten Kapitel beantwortet, wie diese neue Kommunikationsdisziplin aussehen muss und welche Charakteristika bei disruptiv denkenden Kommunikatoren schon jetzt zu beobachten sind. Den Autoren gelingt es, die prägendsten Handlungsempfehlungen in zwölf Wesenszügen, die kaum länger als jeweils eine Seite sind, knackig zusammenzufassen.

Abgerundet wird der Schlussabschnitt mit einem Ausblick auf die Zukunft der Disruptive Affairs. Konkret bedeutet das: Wie kann die bisherige Symbolik in die berufliche Praxis integriert werden? Als Vorbild dienen hierbei die USA, die schon heute, neben den bekannten Positionen auf der Führungsebene, Chief Digital Office oder Chief Disruption Officer in die Firmenleitung integrieren.

Fazit: Während zu Beginn des Buches disruptives Denken ein Fremdwort war, hat der Leser am Ende eine konkrete Vorstellung, was diese neue Kommunikationsdisziplin bedeutet und wie sie bereits heute und in der Zukunft auf nahezu allen Ebenen der Kommunikation Einzug hält. Somit ist das Buch nicht nur für Kommunikationsprofis, sondern auch für Anfänger in dieser Branche interessant, um zu sehen, wohin die Reise gehen kann bzw. muss.

 

Bewertung:
Zielgruppe
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Nutzen für
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Theorie/Praxis
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Disruptive Affairs – Neue Denkansätze für Kommunikatoren im Zeitalter digitaler Transformation
Gunnar Bender, Georg Milde, Jessica Pehlert
1. Auflage 2016, B&S Siebenhaar Verlag
ISBN-13: 978-3943132489
168 Seiten, Hardcover, 24,80 EUR

von Oliver Kunze, ADVERB

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