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Videos: Events und Statements

Videos im VerbandDas Medium Film zur internen und externen Kommunikation wird immer wichtiger. Das gilt für Unternehmen genauso wie für Verbände und NGOs. Gerade in sozialen Netzwerken gewinnt Bewegtbild einen immer höheren Stellenwert. Filme und Videos, die im eigenen Kanal auf YouTube, Facebook, Twitter und Co. gepostet werden, repräsentieren den Verband. Ein Film über eine NGO ist oft der erste Berührungspunkt für User im Web. Umso wichtiger ist es, ein besonderes Augenmerk auf die professionelle Umsetzung und Vermarktung verschiedener Bewegtbild-Formate zu legen.

Doch einen professionellen Film zu verwirklichen ist keine Aufgabe, die leichtfertig angegangen werden sollte. Von der Konzeption bis zum Upload ist es oft ein langer Weg. Neben den visuellen Anreizen, die ein Film bieten sollte, darf die inhaltliche Komponente auf keinen Fall vernachlässigt werden. Hier ist es wichtig, den Überblick zu behalten und die nötige Struktur zu schaffen. Die Aufgabenverteilung sollte sowohl im Verband als auch mit den Dienstleistern im Vorfeld klar aufgeteilt werden. Dazu sollten alle Beteiligten stets auf dem Laufenden gehalten werden. Klare Absprachen und Zuständigkeiten sind genauso ein Schlüssel zum Erfolg wie der Konsens darüber, welche Inhalte und Botschaften transportiert werden sollten. Dazu gehören die textliche und die visuelle Ebene. Alle Schritte der Produktionskette sollten vor Beginn des Projekts im Detail durchgegangen werden. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Ob Statement, Eventdokumentation, Imagefilm, Erklärfilm oder auch nur ein simples GIF – die Umsetzung einer vagen Idee ist meist komplizierter als gedacht. Doch mit dem richtigen Personal und einer originellen Idee kann ein Filmprojekt einen echten Mehrwert für die Außendarstellung oder die interne Kommunikation eines Verbandes bieten.

Bewegtbild-Profis bieten auch im Vorfeld eines Projektes angemessene Beratung – neben dem Wissen, was innerhalb des Budgets möglich ist, kann dieser Profi auch in Designfragen beratend zur Seite stehen. Wichtig ist es hier, mit der Zeit zu gehen, gleichzeitig das Corporate Design zu implementieren und sicherzugehen, dass die Videos nicht im Einheitsbrei des Internets untergehen. Alleinstellungsmerkmale sind Design, Grafiken, Bildsprache, Inhalt (kontroverse Themen, aktualitätsbezogene Themen), Location usw. Im Folgenden wird beispielhaft auf Tipps und Tricks für Statements und Eventdokumentationen eingegangen.

 

Videos im Verband

Statements
Konzept: Vor der Konzeptionierung einer Idee sollten folgende Rahmenbedingungen geklärt werden. Meist ergeben sich daraus schon Eckpfeiler für die Ausformulierung einer Idee.

Das Zielpublikum – hieraus ergibt sich oft schon der Stil des Films. Für ein jüngeres Zielpublikum können ausgefallenere Methoden gewählt werden. Für die ältere Gruppe klassischere Formate. Wie soll der Film am Ende eigentlich aussehen? Hier helfen Beispiele, um eine gemeinsame Basis zu finden. Welche Plattform soll hauptsächlich bespielt werden? Bei Twitter oder Instagram empfehlen wir kurze Statements, die ohne große Umwege direkt auf den Punkt kommen und ohne Schnittbilder auskommen. Bei YouTube oder Facebook sind auch längere Videos beliebt, die filmische Aspekte wie Schnittbilder, Grafiken, verschiedene Perspektiven und eine ausführlichere Geschichte beinhalten. Generell sollte aber gerade in sozialen Netzwerken darauf geachtet werden, gleich zu Anfang klarzumachen, worum es in dem Video gehen soll, um das Interesse der User möglichst schnell zu wecken.

Weitere Fragen sind: Wie könnte die Umsetzung konkret aussehen? Was wird dafür gebraucht? Für ein kurzes Statement, z. B. zu einer Äußerung der Bundeskanzlerin heute morgen, würde auch ein Handy-Statement reichen. Für eine größere Kampagne sollte auf jeden Fall eine professionelle Agentur beauftragt werden.

Welche Location eignet sich am besten? In einer Werft über Flugzeuge zu sprechen ergibt wenig Sinn. Drehort und somit Hintergrund des Statements sollten stets so ausgewählt werden, dass sie thematisch zum Inhalt passen. Wenn die oben genannten Rahmenbedingungen geklärt sind, sollte nun die genaue Absprache mit dem
Dienstleister erfolgen.

 

Videos im VerbandPlanung
Sowohl die Planung als auch die weiteren Produktionsschritte übernimmt normalerweise eine Agentur. Falls die Entscheidung für eine Inhouse-Lösung gefallen ist, sollten folgende Schritte beachtet werden: Planung und Konzeption gehen fließend ineinander über. Das Konzept beeinflusst natürlich die Planung, aber auch äußere Faktoren wie Budget, Wetter, Jahreszeit und Zeitplan usw. bedingen das Konzept. Generell gilt: Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und eine professionelle Agentur beauftragen als ein halb gares Produkt auf YouTube hochladen. Es heißt zwar, dass jede PR gute PR ist, aber das Internet vergisst leider nichts. Zumindest sollte eine Beratung durch einen erfahrenen Producer, Regisseur oder Mitarbeiter in einer Werbeagentur in Betracht gezogen werden.

Kostenkalkulation
Auch wenn die Kosten sich bei Statements naturgemäß in Grenzen halten, erschrecken viele doch noch ob der hohen Kosten. Beim Film gilt aber: Qualität hat ihren Preis. Bewegtbild-Experten helfen aber auch hier gerne weiter. Die Kostengestaltung ist je nach Agentur normalerweise flexibel gestaltbar. Mengenrabatt oder Neukundenrabatt sind hier an der Tagesordnung.

Auch wenn ein Inhouse-Video geplant ist, sollte auf die entstehenden Kosten geachtet werden. Folgende Punkte können dabei zum Tragen kommen: Manpower Inhouse (auch bei extern vergebenen Projekten zu berücksichtigen), Gagen externer Dienstleister, Location, Catering, GEMA, Fahrtkosten und viele mehr.

Unser Tipp: Sie sollten bei zu günstigen Angeboten unbedingt skeptisch werden und sich Referenzprojekte zeigen lassen. Noch mal: Qualität hat ihren Preis!

 

Best PracticePostproduktion

Hier wird aus den Datenmengen ein fertiger Film. Bei der Postproduktion ist zu beachten, dass sie einen auch für den Auftraggeber spannenden und gleichzeitig entscheidenden Teil der Produktionskette darstellt. Absprachen müssen genau formuliert werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Anzahl der Korrekturschleifen sollte im Vorhinein genau festgelegt werden – genauso wie Richtlinien für den Fall, dass diese überschritten werden.

Unser Tipp: Legen Sie für die jeweiligen „Parteien“ (Werbeagentur, Produktionsfirma, Auftraggeber) jeweils einen Ansprechpartner fest, bei dem Feedback, Fragen oder Anregungen gesammelt werden. Das macht die Kommunikation effizienter und schont die Nerven.

 

Eventdokumentation
Eine Eventdokumentation ist ein von Verbänden häufig gebuchtes Format. Interessierte können Veranstaltungen nachvollziehen, werden über die aktuellen Geschehnisse informiert und evtl. für die nächste Veranstaltung auf den Geschmack gebracht. Außerdem wird die Außendarstellung des Verbandes gestärkt sowie die eigene Arbeit dokumentiert. Nicht zuletzt geht es dabei auch immer um Mitgliederwerbung und Erweiterung der öffentlichen Wahrnehmung. Gerade deshalb sollte unbedingt auf einen stringenten Stil und gleichbleibend hohe Qualität geachtet werden.

Wie bei jedem anderen Dreh auch müssen die Vor- und Nachbereitung einer Eventdokumentation akribisch geplant werden. Unterschied: Der Dreh selbst ist so detailliert nicht planbar, dennoch hilft es der Crew ungemein, wenn im Vorhinein so viel wie möglich feststeht. Dies beinhaltet unter anderem Interviewpartner, Szenen, die unbedingt im Film vorkommen sollen (zum Beispiel das Händeschütteln mit dem Wirtschaftsminister o. Ä.), Licht- und Tonsituation und vieles mehr. Dazu gehört aber auch das Rahmenprogramm der Veranstaltung inkl. Zeitablauf und einem Plan, wer wann wo sein wird. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Interview mit dem Wirtschaftsminister noch klappt.

Unser Tipp: Treffen Sie sich mit dem Dienstleister vor der Veranstaltung am Veranstaltungsort und gehen Sie alle Programmpunkte gemeinsam durch. So werden eventuelle Lücken in der Planung aufgedeckt und Unklarheiten beseitigt.

 

Best Practice

Das Video ist online – was nun?
Verbandsstrategen nutzen alle möglichen zur Verfügung stehenden sozialen Medien, um ihr Material zu verbreiten, und sie geben dem Video einen übersichtlichen und SEO-geeigneten Titel.

Das heißt: Schachtelsätze und Fremdwörter gehören nicht in den Titel. Hier geht es um Prägnanz, Effizienz und Zielgenauigkeit. Was würde ein potenzieller Nutzer googeln, damit er anschließend auf dem Video landet? Welche Tags können benutzt werden, um eventuell ähnliche Themenfelder abzudecken? Wie lässt sich der Inhalt auf wenige Worte verdichten? Wie mache ich einen potenziellen Nutzer neugierig auf das Video?

Unser Tipp: Eine nähere Beschreibung des Inhalts können Sie auch direkt unter dem Video in die „Description“ eintragen. Zusätzlich gibt es z. B. bei Facebook die Option, Videos oder Posts kostenpflichtig zu bewerben. Damit wird die Reichweite des Videos enorm erhöht.

Fazit

Der Weg von einer wagen Idee bis zu einem Link auf YouTube ist lang. Aber es lohnt sich! Reichweite und Stellenwert von Bewegtbild sind, bedingt durch die sozialen Netzwerke, so hoch wie nie zuvor. Das haben aber auch schon andere entdeckt. Deshalb ist es so wichtig, einen bleibenden Eindruck bei Nutzern und Mitgliedern oder solchen, die es mal werden sollen, zu hinterlassen. Jeder kann heutzutage einen Film erstellen. Zwischen den
laienhaften Videos und professionellen Filmen liegen aber leider Welten.

Deswegen: Vertrauen Sie auf den Rat eines Profis und erweitern Sie Ihr Social-Media-Portfolio um eine weitere, enorm wichtige Komponente, mit der Sie Ihr Zielpublikum zeitgemäß ansprechen und dieses um ein Vielfaches erweitern.

von Jonathan Barbir und Christian H. Schuster, ADVERB

 

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- Jetzt pdf downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen (Ausgabe 11/2016, S. 7).

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