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Der Verband im richtigen Licht

(c) Phil Porter, BremenMöchten Sie mit Ihrer Verbandskommunikation einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Wollen Sie Ihrem Verband ein Gesicht geben und ihm eine persönliche Note verleihen? Ihre Mitarbeiter und deren Arbeit sollen durch Porträt-/Gruppen-aufnahmen oder auch Veranstaltungsbilder ansprechend nach außen präsentiert werden? Mit digitalen Fotografien lässt sich ein einheitliches Bild der Verbandsarbeit kreieren. Hier erfahren Sie, wie sich die Dienstleistersuche nach einem Fotografen leicht umsetzen lässt und worauf man bei der Veranstaltungsfotografie achten muss.

Bilder sagen mehr als Worte. Sie sind emotionaler, leichter wahrnehmbar und können räumliche Inhalte und komplexe Zusammenhänge einfach darstellen. Veranstaltungsfotografie trägt die Verbandsarbeit an die Öffentlichkeit und hilft Sympathien gewinnen. Die selektive Auswahl von Motiv, Ausschnitt und Perspektive bietet hierbei hervorragende Inszenierungsmöglichkeiten. Auch Abwesende können sich so von einer Veranstaltung überzeugen lassen. Der Verband kann Ereignisse mit digitalen Bildern dokumentieren und weiter für die Pressearbeit nutzen. Dabei gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, wie z. B. die Erstellung von Online-Anzeigen, den Upload von Bildgalerien, die Gestaltung eines Kunden- oder Firmennewsletters oder auch die Erstellung von Printmaterial. Da sich digitale Bilder sehr leicht in die verschiedenen Kommunikationskanäle des Web 2.0 einspeisen lassen, sind sie am besten dafür geeignet, einen einheitlichen Medienauftritt zu gestalten.

Und wer soll das machen?
Ein Verband kann mit Hilfe von Fotografien visuell überzeugend positioniert werden. An erster Stelle steht dabei die Suche nach geeigneten Dienstleistern. Vielleicht befindet sich aber auch ein begeisterter Hobbyfotograf unter den Mitarbeitern, der diese Aufgabe ebenfalls hervorragend leisten könnte. Bei den Vorabüberlegungen kommt es vor allem darauf an, den tatsächlichen Partnerbedarf zu definieren. Dabei sollte der Auftraggeber vergleichen, welche Leistungen angeboten werden und welche auch vom eigenen Team realisiert werden könnten. Das Ziel sollte eine Auswahl von mindestens drei Fotografen sein, die durch ihre besonderen Fähigkeiten überzeugen können.

Unser Tipp: Gehen Sie keine Kompromisse bei der Dienstleisterwahl ein! Lassen Sie große Sorgfalt walten, denn das harmonische Zusammenspiel und die Motivation des Partners bestimmen wesentlich das Ergebnis. Sparmaßnahmen werden sich ebenso bemerkbar machen wie eine ungenaue Kenntnis des Angebotes. Lesen Sie deswegen die Angebote sorgfältig, vergleichen Sie die Leistungen und fragen Sie ggf. nach.

Fotografen lassen sich in Fotografendatenbanken wie laif.de, der Agentur für Photos & Reportagen, nach Themen ordnen und so leichter finden. Der Bund freischaffender Foto-Designer bietet sogar einen eigenen Bereich an, in dem man Suchkriterien beliebig kombinieren kann. Die Postleitzahlensuche beim CentralVerband Deutscher Berufsfotografen ermöglicht eine gezielte Auswahl örtlicher Fotografen.

Externer Fotograf? Referenzen sammeln!
(c) Phil Porter, BremenZur Prüfung der Eignung ist es zunächst ratsam, alle Informationen über potenzielle Fotografen einzuholen. Hat man sich schließlich nach der Analyse der Stärken und Schwächen für einen Favoriten entschieden, müssen die vertraglichen Bestimmungen festgelegt werden. Die Zusammenarbeit sollte durch eine gemeinsame Zielvereinbarung besiegelt werden.

Unser Tipp: Treffen Sie klare Vereinbarungen, um Spannungen, Missverständnissen und Auseinandersetzungen vorzubeugen. Besonders wichtig für die vertraglichen Bestimmungen ist der Erwerb eigener Bildrechte. Pressestellen sollten sich die Bildrechte vertraglich zusichern lassen, sonst können sie für die unrechtmäßige Nutzung haftbar gemacht werden. Auch wenn das Urheberrecht an sich nicht übertragbar ist, lässt sich eine Nutzungsgenehmigung für bestimmte Nutzer, Regionen und Auflagen etc. beim Fotografen einholen. Zudem muss für die Veröffentlichung eines Fotos das Einverständnis der fotografierten Personen vorliegen. Das lässt sich ganz einfach erreichen, indem man bereits in der Veranstaltungseinladung auf die mögliche Veröffentlichung der Bilder hinweist.

Interne Lösung? Anforderungen beachten!
(c) Phil Porter, BremenWenn die Wahl auf einen internen Fotografen fällt, dann steht noch eine Menge Arbeit bevor. Um die Aussagekraft eines Bildes zu erhöhen, sollte sich der Mitarbeiter zu Beginn darüber im Klaren sein, warum er das Foto überhaupt macht. Das verwendete Objektiv sollte möglichst kurz sein (15 bis 25 mm), um nah am Objekt sein zu können. Da Veranstaltungen meist innerhalb von Gebäuden stattfinden, gibt es oft nur wenig Licht. Es empfiehlt sich also ein lichtstarkes Objektiv, das kurze Verschlusszeiten zulässt. Andernfalls kann das Bild verwackeln oder Bewegungsunschärfe entstehen. Gerade die Bildschärfe ist aber erst einmal das Wichtigste. Notfalls kann man sie auch mit einem Weitwinkel erreichen. Hier muss allerdings auf die Faustregel geachtet werden: Ohne Stativ ist eine verwacklungsfreie Belichtung nur so lange möglich, wie es der Kehrwert der verwendeten Brennweite erlaubt (bei 50 mm Brennweite 1/50 Sekunde). Notfalls muss man die ISO erhöhen oder blitzen. Ein großes Bildmaß und das Dateiformat „JPEG“ mit zusätzlichem RAW-Format bieten optimale Bedingungen für eine spätere Bildbearbeitung. Das RAW-Format ist dabei ein digitales Negativ, welches bei der Bearbeitung sogar noch nachbelichtet werden kann.

Unser Tipp: Sie sind ein ambitionierter Hobbyfotograf? Aber es könnte sein, dass Sie wichtige Schritte vergessen, wenn es darauf ankommt? Mit unserer Anleitung „Schritt für Schritt zur perfekten Aufnahme“ kann Ihnen das nicht mehr passieren.

von Julia Pelzl, IFK Berlin

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– Jetzt pdf downloaden: Diesen Artikel finden Sie im IFK Verbandsstrategen (Ausgabe 09/2012, S. 4).


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