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Was ist die Herausforderung bei der Erstellung von Jahres- und Geschäftsberichten?

Transparenz ist für Verbände ein wichtiger Aspekt bei der Arbeit mit ihren Mitgliedern, der Politik und der Öffentlichkeit. Wir haben drei Experten gefragt, welche Punkte sie bei der Konzeption und Umsetzung ihres Jahres- bzw. Geschäftsberichts beachten.

 

„Informationen geben und Image transportieren“
Dirk Manske, Leiter Politik und Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, Verein Deutscher Ingenieure e. V., meint:
„Die Informationen stehen im Vordergrund. Der Jahresbericht soll Transparenz schaffen gegenüber externen Zielgruppen. Zudem transportiert er das Image des VDI als Sprecher der Ingenieure, Gestalter und Netzwerker. Der Titel soll Aufmerksamkeit schaffen und das Motto sich als roter Faden durch die Publikation ziehen. Die Gliederung sollte klare Orientierung geben.

Mit der Bildsprache wollen wir ausdrücken, wie sich der VDI sieht: zukunftsorientiert, technisch und innovativ. Sowohl im Print als auch der mobilen Version – was zählt, ist der Gesamteindruck. Inhalt, Layout, Typografie und Bildsprache sollten zueinanderpassen und das Image des VDI transportieren.“

 

„Positionen darstellen und Dialog antreiben“
Dirk Langolf, Referent Kommunikation, WirtschaftsVereinigung Metalle e. V., meint:
„Die besondere Herausforderung liegt im richtigen Mix aus Agendasetting, Storytelling, Konjunkturdaten und Berichten aus den Mitgliedsunternehmen und der Verbandsarbeit im Magazinstil. Dabei verwenden wir klare Positionen und Botschaften der Branche, die der Industrie Stimme und Gesicht geben sowie zum Dialog über Lösungen einladen.

Ein stringenter Themen- und Zeitplan, ein Redaktionssystem, eine professionelle Begleitung durch eine Designagentur, der sprachliche Feinschliff durch einen Journalisten und ein kompetentes Lektorat helfen bei der Umsetzung. Wir setzen sowohl auf Print als auch auf Online-Geschäftsbericht oder mobile Applikationen für Smartphones oder Tablet-PC.“

 

„Vertrauen schaffen und Professionalität zeigen“
Willy Wagenblast, Schatzmeister, Bundesverband Deutsche Tafel e. V., meint:
„Als spendenfinanzierter, gemeinnütziger Verein sind wir auf das Vertrauen von (potenziellen) Spendern in unsere Arbeit angewiesen. Der Jahresbericht des Bundesverbandes Deutsche Tafel soll anschaulich darstellen, wozu die Spenden, die der Dachverband der über 900 Tafeln in Deutschland erhält, verwendet werden: Der Großteil fließt in die Tafel-Arbeit vor Ort – zugunsten der Bedürftigen, die deren Leistungen nutzen.

Der Jahresbericht ist eine Gratwanderung: Er darf nicht ,hochglänzend‘ sein, soll aber gleichzeitig die Professionalität der überwiegend ehrenamtlichen Tafel-Aktiven zeigen. Dabei möchten wir die Privatsphäre der Betroffenen schützen. Um Hilfe für Bedürftige zu werben, ohne deren Not in den Vordergrund zu stellen, ist eine große Herausforderung.“

 

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