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Wie organisieren Sie die Jahresplanung in Ihrem Verband?

Die Blätter fallen und das Ende des Jahres kommt in großen Schritten auch auf Verbände zu. Höchste Zeit, Termine und Themen für das kommende Jahr festzulegen. Wir haben vier Experten gefragt, wie sie das Agenda Setting organisieren. Hier lesen Sie die Antworten.

 

„Strategisch und flexibel“
Ulrike Pott, Leiterin Presse und Information, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., meint:
„Wer heute relevant sein will, muss lernen, strategisch zu denken. Daher legt der GDV seine grundlegenden Kommunikationsziele so früh wie möglich in Form einer strategischen Planung fest. Die Planung für 2014 ist schon jetzt in vollem Gange. Dabei versuchen wir Ziele und Maßnahmen ganz konkret zu definieren.

Das ist nicht immer leicht bei 467 Mitgliedsunternehmen und einem stark politisch regulierten Umfeld. Umso wichtiger ist es, sich zusätzlich die notwendige Flexibilität zu bewahren und reaktions- und anpassungsfähig zu bleiben. Damit die Kommunikationsziele vom gesamten Verband mitgetragen werden, sollten schon bei deren Planung die relevanten Entscheidungsträger mit eingebunden werden.“

 

„Langfristig und aktuell“
Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer, Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., meint:
„Da der Deutsche Verkehrssicherheitsrat neben anderen Aktivitäten auch zahlreiche Kampagnen und Aktionen entwickelt und langfristig betreut, beginnt die Planung für das Arbeitsprogramm des kommenden Jahres – stets ein gemeinsames Programm mit der Deutschen Verkehrswacht – bereits im Frühjahr.

Das Programm besteht aus Kernthemen der Verkehrssicherheitsarbeit und aus Präventionsmaßnahmen, die sich aus aktuellen Entwicklungen (wie etwa Anstieg der Unfälle bei bestimmten Verkehrsteilnehmern oder Straßentypen) ergeben. Die intensive Abstimmung mit unseren Partnern wie dem Bundesverkehrsministerium mündet in die Verabschiedung des Programms im Spätherbst.“

 

„Gemeinsam und richtunggebend“
Dörthe Krohn, Pressesprecherin, Attac Deutschland, meint:
„Der Herbstratschlag des globalisierungskritischen Netzwerks Attac ist das wichtigste Treffen für die Planung des kommenden Jahres. Der Ratschlag ist das höchste Entscheidungsgremium von Attac Deutschland. Alle Anwesenden, ob Mitglied oder nicht, haben Rede- und Stimmrecht. Die Attac-Gruppen und Mitgliedsorganisationen senden ihre Delegierten, die über Finanzanträge abstimmen.

Auf dem Herbstratschlag werden die inhaltliche Strategie festgelegt, der Attac-Haushalt für das bevorstehende Jahr verabschiedet, Kampagnen geplant und der Rat sowie der Koordinierungskreis neu gewählt. Koordinierungskreis und Rat sind die entscheidenden Gremien zwischen den Frühjahrs- und Herbstratschlägen.“

 

„Vorausschauend und detailliert“
Anja Pasquay, Pressereferentin, Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V., meint:
„Wir unterscheiden eigene Veranstaltungen (wie unseren Zeitungskongress oder den Theodor-Wolff-Preis) und Veranstaltungen mit Partnern (wie unseren Publishing-Gipfel bei den Medientagen München). Insgesamt mindestens zwölf Termine, die häufig ein Jahr oder länger festliegen und die wir spätestens neun Monate im Vorfeld detailliert zu planen beginnen: Einerseits müssen wir so früh wie möglich die Top-Leute für Keynotes und Expertenrunden akquirieren, andererseits wollen wir aber auch auf aktuelle Ereignisse reagieren können.

Hinzu kommen Themen, die uns absehbar über längere Zeit begleiten und die (vor-)strukturiert werden müssen, zuletzt etwa die Auseinandersetzungen um ein Leistungsschutzrecht oder aktuell um Tarifverhandlungen.“

 

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