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Wie gelingt Ihrem Verband die Ansprache von Parlamentariern?

Die Interessenvertretung gegenüber der Politik ist für Verbände eine wichtige Aufgabe. Doch wie gelingt der Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern und welche Tools können zum Erfolg beitragen? Wir haben drei Experten gefragt.

 

„Mit Ehrlichkeit und Einfachheit“
Sebastian Hofmann, Geschäftsfeldleiter Gesundheitspolitik, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V., meint:
„Die sagenumwobene Lobbyarbeit der Pharmaindustrie ist eine einfache Dienstleistung. Abgeordnete müssen entscheiden, wir helfen dabei – mit Informationen aus dem wahren Leben der Industrie und unserer Meinung.

Das ist alles andere als anrüchig. Informationen und Argumente sind das Salz der Demokratie. Der persönliche Kontakt mit Abgeordneten ist schwierig, aber notwendig. Wichtig sind Ehrlichkeit, der richtige Zeitpunkt und die richtige Vorbereitung. Welcher Politiker will sich schon zur Unzeit mit dicken Pamphleten belasten?

Die wichtigste Regel: So einfach wie möglich! Abgeordnete sind Menschen wie du und ich. Wer sein Gegenüber nicht versteht, schaltet auf Durchzug. Das gilt am Rande des Plenums genauso wie am Tresen im Wahlkreis.“

 

„Mit Direktheit und Lösungen“
Willi Loose, Geschäftsführer, Bundesverband CarSharing e. V., meint:
„Wir nutzen vorzugsweise die traditionellen Wege der direkten Ansprache von Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Dazu gehören persönliche Gespräche, Parlamentarische Abende und postalische Anschreiben.

Wir benötigen dringend eine gesetzliche Grundlage, die es Kommunen ermöglicht, CarSharing-Stellplätze im öffentlichen Straßenraum auszuweisen. Hierzu ist eine Änderung des StVG bzw. der StVO oder eine andere rechtliche Lösung notwendig.

Deswegen haben wir in einem Politikpapier, dem Nationalen Entwicklungsplan Car-Sharing, aufgezeigt, welche weiteren Verbesserungen der Rahmenbedingungen die CarSharing-Entwicklung fördern. Damit sollen die Verkehrsentlastungswirkungen des CarSharings noch besser an die Allgemeinheit weitergegeben werden.“

 

„Mit Fakten und Hintergründen“
Ines von Keller, Bundesgeschäftsführerin, Bundesverband Deutscher Forstleute e. V., meint:
„Der BDF ist Lobbyist für Forstleute in allen Waldbesitzarten und Forstbetrieben. Wir versorgen die zuständigen Parlamentarier und wissenschaftlichen Angestellten mit aktuellen forst- und umweltpolitischen Informationen.

Wir halten Kontakt durch regelmäßige Gespräche, Pressemitteilungen, Exkursionen, sogenannte „Sauvespern“, parlamentarische Abende im Wald oder in der City von Berlin. Wir initiieren außerdem Kleine Anfragen durch die Opposition, liefern Fakten und Hintergründe.

Wenn alles nichts hilft, üben wir öffentlichen Druck aus durch lautstarke Demonstrationen vor dem Landtag oder gezielte Artikel in der Presse. Wir punkten als Förster aus der Praxis mit Sachlichkeit und Fachwissen.“

 

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