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Was müssen Verbände beim Posten im Social Web beachten?

Die Social Media bieten schon lange nicht mehr nur für Unternehmen eine effiziente Kommunikationsplattform. Auch Verbände und NGOs haben Facebook, Twitter & Co. sowohl zur Interaktion mit ihren Mitgliedern als auch für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für sich entdeckt. Doch welche Punkte müssen bei der Kommunikation im Social Web beachtet werden, um relevante Positionen zu streuen und die Fans zu erreichen? Wir haben drei Experten gefragt, welches die Erfolgsfaktoren beim Posten sind.

 

„Eye-catching, emotional und relevant“
Sabine Freude, Leiterin Marketing, DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei, meint:
„Der perfekte Post muss im mit Infos überladenen Newsfeed sofort auffallen! Dies erreichen wir durch emotionale Bilder und schnell zu erfassende Grafiken, die die Aufmerksamkeit unserer Zielgruppe sofort auf sich ziehen. Dabei formulieren wir unsere Message klar und einfach.

Unsere Fans wollen uns in erster Linie unterstützen. Darum liefern wir ihnen mit unseren Posts relevante Inhalte, die sie mit ihren Freunden teilen können, um auch diese für die Themen Stammzellspende und Blutkrebs zu sensibilisieren. So werden unsere Posts ohne Mediaunterstützung oft mehrere Tausend Male geteilt und wir erreichen viele Menschen, die unsere Fanpage noch nicht kennen.“

 

„Strategisch, attraktiv und selbstkritisch“
Sandra Schuttenberg, Social Media Redakteurin, Campact e.V., meint:
„1. Strategie: Ziele und Zielgruppen festlegen.
2. Fan-Orientierung: Posten Sie, was die Fans interessiert, exklusiv ist, Nutzen bietet, unterhaltsam ist.
3. Stimme: Schreiben Sie emotional und nahbar.
4. Timing: Posten Sie zu Uhrzeiten, an denen die Aktivität am höchsten ist.
5. Viralität: Laden Sie oft attraktive Bilder hoch oder starten Sie Umfragen.
6. Visuell: Immer optisch ansprechend posten.
7. Aktivieren: Ggf. “bitte teilen” oder eine Frage einfügen.
8. Kürze: Der Text sollte am besten 12 Facebook-Zeilen lang sein, max. 5-zeilig.
9. Selbstkritisch: Wird der Post geliked werden? Wenn nicht – positiv umformulieren oder etwas anderes posten.
10. Rückblick: Aus Facebook-Insights lernen.“
 
SOCIAL MEDIA FÜR VERBÄNDE UND NGOs
Agentur, Social Media, Twitter, Facebook 

„Intuitiv, authentisch und glaubwürdig“
Martin Rücker, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, foodwatch e.V., meint:
„Für uns funktioniert facebook, wenn wir uns wenig um die gängigen Faustregeln scheren. Wir posten, so oft wir Neues zu sagen haben – und wenn das mehrfach am Tag ist. Wir verweisen oft auf andere und lassen die Welt sich nicht nur um uns drehen. Wir schreiben, wie wir reden.

Wir schreiben, was wir denken – und sagen in Diskussionen ohne Schaum vor dem Mund, wenn wir anderer Meinung sind als mancher Fan. Das ist glaubwürdiger, als es allen recht machen zu wollen. Und wir verzichten auf eine eigene Social-Media-Abteilung: Bei uns postet nur, wer auch gegenüber klassischen Medien sprechfähig ist. ‚Perfekt‘ ist das auf keinen Fall – aber ein Weg, mit kleinen Ressourcen viel Resonanz zu erhalten.“

 

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