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Welche Themen und Entwicklungen werden uns 2013 bewegen?

Was kommt 2013 auf die Verbände zu? Mit welchen Themen wird sich Deutschland befassen? Abgesehen von allen unvorhersehbaren Ereignissen, lassen sich schon heute Schlagworte benennen, die mit einiger Sicherheit die öffentliche Debatte beherrschen werden. Lesen Sie hier die Antworten:
 
„Wahlen, ESM und Atom-Konflikt“
Georg Heil, Redakteur, Spiegel TV, meint:
„2013 wird das Jahr der Entscheidungen: In Deutschland gibt es vier wichtige Wahlen. Mein Tipp: In Bayern kommt es zu einer Koalition zwischen CSU und den Freien Wählern, in Hessen und Niedersachsen zu Rot-Grün und im Bund werden wieder Merkel und Steinbrück regieren.
Im kommenden Jahr entscheidet sich auch, ob der ESM hält. was er verspricht, nämlich für Stabilität zu sorgen — schon jetzt ist absehbar, dass dafür wohl mehr als die vorgesehenen 500 Milliarden benötigt werden. Die Schuldenkrise und eine Eskalation des Atom-Konflikts mit Iran könnten zur Bedrohung für die deutsche Konjunktur werden. Doch bei allen Sorgen können wir uns (mit ein bisschen Glück) auch freuen: 2013 soll endlich der Berliner Flughafen fertig werden.“
 
„Euro, Euro und nochmal Euro“
Lars Borchert, freier Wirtschaftsjournalist, meint:
„Noch mehr als 2012 wird der Euro 2013 die Politik und Wirtschaft bestimmen. Es scheint unausweichlich, dass Länder wie Griechenland, Portugal und eventuell auch Italien und Spanien eine Parallelwährung einführen oder zu ihren alten Währungen zurückkehren werden.
Denn selbst wenn diese Länder die von Deutschland geforderten Stabilitätskriterien erfüllen sollten, bedeutet das noch lange nicht, dass die Rating-Agenturen und Anleger an den Devisenmärkten dies zu würdigen wissen — und dass der Euro zu seiner alten Stabilität zurückkehrt. Die Folgen zeigen sich jetzt schon: Rezession, Entlassungen, Investitionsstopp, und selbst chinesische Fonds stoßen in großem Maße den Euro ab.“
 
„Alles wie immer“
Oliver Stock, Chefredakteur, Handelsblatt Online, meint:
„2013 wird das Jahr der Umbrüche. Wie 2012. Wie 2011. Wie immer. Denn Umbruch ist der Normalzustand in der Welt, in der alles auf Klick präsent ist. Moderne Kommunikation hält sich nicht ans Eingeübte: Es gibt keine Entfernungen mehr. Kulturen, die sich nie ins Auge geschaut haben, ringen darum, wer Recht hat.
Die Zeit zwischen Ereignis und Bericht schrumpft gegen null. Menschen organisieren sich per Twitter zu mächtigen Bewegungen. Grenzen zwischen privat und öffentlich verschwimmen. Uns wird schwindlig von der Geschwindigkeit, mit der wir uns durch Ereignisse bewegen. Wir suchen nach dem, was hält. Und wundern uns kein Stück, wenn Euro, Bundesregierung und Energieversorgung nicht dazugehören.“
 
„Schulden, Shopping und Stars“
Frank Stadthoewer, Geschäftsführer, news aktuell, meint:
„In erster Linie wird die Agenda der Nachrichtensendungen 2013 von der Schuldenkrise im Euro-Raum bestimmt sein. Die wesentlichen Fragen sind ungeklärt, die Situation gleicht nach wie vor einem Pulverfass.
Außerdem werden wir den Durchbruch des mobilen Webs als Massenphänomen beobachten. Computer werden immer weniger ortsbezogen genutzt. Und wenn die Menschen endlich mit dem Smartphone verlässlich bezahlen können, dann wird sich unsere Shoppingwelt nochmals grundlegend ändern. Weitere Themen, über die 2013 diskutiert wird: Glaubwürdigkeit von Politik und Wirtschaft, Vereinbarkeit von Job und Familie und noch viel mehr über die Bettina Wulffs und Kate Middletons dieser Welt.“
 
 
 
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