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Welches sind die Herausforderungen bei der Gewinnung von Branchennachwuchs?

Angemessenes Informationsangebot für jüngere Zielgruppen, Vermittlung der Berufsbilder und Begleitung bei der Ausbildung – Worauf es bei der Gewinnung von Branchennachwuchs ankommt, haben wir drei Experten aus Verbänden gefragt. Hier lesen Sie die Antworten.
 
„Junge Zielgruppen erreichen“
Kirsten Abek, Leiterin Verbandskommunikation, Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik e. V., meint:
„Der Wettbewerb um Nachwuchs beinhaltet für unseren Verband Herausforderungen bei den Themen Ehrenamt und Fachkräftemangel, weil wir über die traditionellen und klassischen Kommunikationswege jüngere Zielgruppen gar nicht mehr so leicht erreichen.
Die Gewinnung von Nachwuchs für das Ehrenamt ist herausfordernd, denn heute gilt es als sehr viel weniger selbstverständlich, sich neben dem eigenen Unternehmen auch ehrenamtlich in und für die eigene Zukunft zu engagieren. Das ist vor allem eine Frage der Einstellung und der Kultur und bedeutet hohe Sensibilität bei der internen Kommunikation: Wir reden nicht (mehr) nur über abstrakte Zahlen, sondern gezielt über die Menschen, die diese Leistungen erbringen.“
 
„Folgen mildern und Zeit gewinnen“
Dr. Rolf Lichtner, Geschäftsführer, Bundesverband Deutscher Bestatter e. V., meint:
„Wenn man den potenziellen Branchennachwuchs im Bestattungsgewerbe ansprechen will, gilt es vor allem, angemessen über die umfassenden und vielseitigen fachlichen Anforderungen zu informieren.
Seriosität ist dabei der Kern der Ansprache. Informationsangebote im Internet auf der Verbandswebsite, ein bestellbarer Informationsfilm oder Broschüren klären über Aus- und Fortbildung sowie Berufsbedingungen auf. Außerdem gelingt es, dem Bundesverband Deutscher Bestatter mit einer eigenen Jobbörse zwischen Interessenten und Unternehmen zu vermitteln und auf entsprechende Ausbildungsbetreuer hinzuweisen. Aber auch die Presse will mit geeignetem und interessantem Material über die Branche versorgt werden.“
 
„Qualitätssicherung der Ausbildung“
Sabine Ridder, Präsidentin, Leiterin Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Verband medizinischer Fachberufe e. V., meint:
„Wir vertreten die Berufe Medizinische, Zahn- und Tiermedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechniker/innen. Um junge Menschen nicht nur für die Berufe zu begeistern, sondern sie auch in der Ausbildung zu begleiten und Spaß im Beruf zu vermitteln, bedarf es einer realistischen Vermittlung der Berufsbilder.
Wir besuchen Azubimessen, stellen Schulen Material über die Berufe zur Verfügung, arbeiten eng mit Berufsschulen zusammen, organisieren lokale Azubi- und Projekttage sowie Prüfungsvorbereitungen. Spezielle Seiten auf unserer Website und in der Mitgliederzeitschrift „praxisnah“ runden das Angebot ab. Zur Ausbildungs-Qualitätssicherung engagieren wir uns in Berufsbildungs- und Prüfungsausschüssen.“
 
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