Videoblog

Multiplikator für den Bekanntheitsgrad

Einen Videoblog zu erstellen bedeutet, einen direkten Draht zu Ihrer Zielgruppe zu schaffen. Sie können sich so mit geringem Aufwand zeitgemäß präsentieren und erfolgreich von anderen Verbänden abheben. Die Möglichkeit, sich visuell vorzustellen, schafft eine intensivere Bindung zu Ihren Mitgliedern und zudem ein größeres Vertrauen in Ihren Verband; so steht einer Kommunikation mit hohem Wiedererkennungswert nichts im Wege. Wie ein solcher Blog erstellt wird, worauf Sie dabei achten sollten und welche Anbieter Sie nutzen können, erfahren Sie hier.
 
Audiovisuelle Medien waren lange Zeit nur professioneller Kommunikation vorbehalten. Technische Weiterentwicklung der Geräte und fallende Preise führen dazu, dass sich nun schon zu erschwinglichen Preisen hochwertige Ergebnisse erzielen lassen. Im Zeitalter des Web 2.0 können die erstellten Beiträge nahezu unbegrenzt auf sozialen Plattformen (z. B. den Link bei Facebook posten oder twittern) oder Partnersites gestreut werden und ziehen so die Aufmerksamkeit auf die Ursprungsseite. Durch interessante und unterhaltsame Inhalte lassen sich bestehende Mitglieder direkt über Aktuelles informieren und neue Mitglieder werden geworben.
Die Vorbereitung
Bevor mit der Produktion eines Beitrags begonnen werden kann, wird festgelegt, in welchem Budgetrahmen man sich bewegt, welche Inhalte (Bild, Ton und Text) in das Video aufgenommen werden sollen und mit welchen Systemen gearbeitet wird. Es empfiehlt sich, vorab zu definieren, welche Ziele man mit dem Blog verfolgen will, um die Inhalte klar strukturieren zu können.
Unser Tipp: Sie können in einem Videoblog neben konventionellen Beiträgen wie Neuigkeiten, Projekten, Berichten und Vorstellung des Verbandes auch Videos mit praktischen Tipps, jahreszeitlichem Bezug (z. B. Urlaubsziele im Sommer, Aktivitäten rund um den Winter) oder Unterhaltungscharakter veröffentlichen. So können Sie die Zahl der Zuschauer auch unter den Noch-nicht-Mitgliedern erhöhen.
Das richtige Material
Wenn entschieden ist, dass ein regelmäßiger Blog erstellt werden soll, lohnt sich schnell der Kauf einer Kamera. Leihgeräte sind zwar meist sehr hochwertig, jedoch hat sich ein eigener Camcorder oft schon nach drei bis vier Beiträgen amortisiert. Günstige HD-Geräte sind oft schon ab wenigen Hundert Euro zu haben und bieten, je nach Einsatzgebiet, meist eine ausreichende Aufnahmequalität. Für die Nachbearbeitung eignet sich Freeware wie der Windows Movie Maker oder iMovie für Apple. Bei professioneller, kostenpflichtiger Software, wie z. B. Adobe Premiere oder Apple Final Cut, sind meist umfangreiche Vorkenntnisse oder eine zeitintensive Einarbeitung erforderlich. Die Bearbeitung des Rohmaterials sollte sich auf den Zusammenschnitt, das Einbauen eines einheitlichen Vor- und Abspanns sowie die eventuelle Nachvertonung beschränken. Dies ist mit den meisten frei verfügbaren Programmen problemlos möglich. Auf Effekte und Animationen sollte in einem Videoblog grundsätzlich verzichtet werden, da diese leicht von der zu übermittelnden Botschaft ablenken können und schnell unprofessionell wirken.
Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf eines Camcorders nicht nur auf eine hohe Auflösung. Wichtig ist, dass das Gerät einen Eingang für ein externes Mikrofon hat, um eine optimale Tonqualität zu gewährleisten. Außerdem sollte die Kamera gut in der Hand liegen und über einen Bildstabilisator verfügen, damit Sie auch ohne Stativ verwacklungsfrei filmen können.
(c)istockphoto.com/JohnBiglDas Video im Netz
Wenn die Idee des ersten Blogbeitrags mit dem richtigen Material gefilmt und eventuell nachbearbeitet wurde, geht es nun daran, das produzierte Material zu kommunizieren. Dazu muss der aufgenommene Clip online gestellt werden. Zur Verfügung stehen hierbei Portale wie Youtube.com, Vimeo.com oder Myvideo.de. Auf diesen Plattformen wird, nachdem man einen Account angelegt hat, das Video nicht nur kostenfrei ins Netz geladen, es wird zeitgleich auch ein HTML-Code generiert, der sich problemlos auf anderen Seiten (eigene Homepage, Partnersites) einbinden lässt. Durch das Versehen mit Schlagworten (sog. Tags) lässt sich das Video im Netz leichter finden; dies ist bei den meisten Portalen problemlos möglich und kann schnell erledigt werden. Im Folgenden werden die einzelnen Portale genauer vorgestellt, bei der Entscheidung für eines ist jedoch meist die Zielgruppe und vor allem der eigene Geschmack ausschlaggebend.
Die größte Reichweite
Youtube.com, das wohl bekannteste Portal, verzeichnet täglich ca. 100 Millionen Seitenaufrufe und führt somit in Sachen Nutzerzahlen die Rangliste der Videoportale an. Durch die Verknüpfung mit einem Google-Account ist keine weitere Registrierung notwendig. Jedoch ist YouTube durch unzählige Uploads täglich recht unübersichtlich und in Sachen Qualität der Beiträge sehr durchwachsen.
Die einfachste Navigation
Vimeo.com
Vimeo zeichnet sich durch eine übersichtliche Oberfläche und eine einfache Navigation aus. In einzelnen, gut strukturierten Kategorien kann das Portal durchstöbert werden. Der Verzicht auf Neuerscheinungen aller Kategorien auf der Startseite erleichtert die Orientierung und lenkt Nutzer nicht von ihrer Suche ab. Vimeo ist jedoch bisher nur in englischer Sprache verfügbar.
Myvideo.de
Als Teil der ProSiebenSat.1 Media AG präsentiert sich das größte deutschsprachige Portal MyVideo mit Kanälen diverser TV-Sender nahezu wie ein Online-TV-Anbieter. Die Funktion, Gruppen gründen zu können, ist neben den hohen Benutzerzahlen in Deutschland ein Vorteil, um gezielt das gewünschte Publikum zu erreichen.
Unser Tipp: Durch einen in regelmäßigen Zeitabständen erscheinenden Blog mit offenem Ende oder ungewöhnlichen Inhalten erhöhen Sie die Spannung auf zukünftige Beiträge. Sie können einen Kanal erstellen, der von Ihren Zuschauern abonniert werden kann. So werden neue Videos Ihren Mitgliedern immer direkt angezeigt.
von Sebastian Baumeister, IFK Berlin
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– Jetzt pdf downloaden: Diesen Artikel finden Sie im IFK Verbandsstrategen (Ausgabe 08/2014, S. 4).

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