REZENSION

Nachwuchs für Verbände

Nachwuchstalente – Rekrutierung und Kontaktaufbau
Jan Brecke Der demografische Wandel und sich verändernde Ansprüche einer neuen Generation von Arbeitnehmern setzen Unternehmen bei der Werbung um talentierten Nachwuchs zunehmend unter Druck. Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und ihre Branche zu stärken, sollten Verbände ihre Mitglieder bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften unterstützen. Worauf es jungen Arbeitnehmern bei der Auswahl ihres Arbeitsplatzes ankommt und wie diese von Unternehmen angesprochen werden können, beschreibt Jan Brecke im sechsten Kapitel seines Buches „So wollen Top-Talente arbeiten“.

Während früher lineare Karrierewege und lange Firmenzugehörigkeiten den Arbeitsmarkt prägten, müssen Unternehmen heutzutage mit einer schwindenden Anzahl an Bewerbern und neuen Wünschen der jungen Arbeitnehmer umgehen. Dabei stehen nicht nur die persönlichen Karrierechancen und die Vergütung im Mittelpunkt, sondern auch nicht monetäre Leistungen wie Sportangebote, Kinderbetreuungsplätze und die Work-Life-Balance. Um diese Zielgruppe zu erreichen, schlägt Becker vor, Stellenausschreibungen individueller zu gestalten, sie beispielsweise mit einem Video zu versehen und nicht immer nach dem gleichen Schema zu formulieren. Dabei ist es wichtig, die gewünschten Arbeitnehmer mit der Bewerbung direkt anzusprechen und ihnen einen guten Eindruck über die Unternehmenskultur zu verschaffen.

Hohe Bedeutung misst Becker außerdem dem Talent Relation Management bei. Dieser Prozess beschreibt die aktive und kontinuierliche Suche nach Talenten. So sollten Unternehmen frühzeitig mögliche personelle Engpässe identifizieren, um geeignete Kandidaten anzusprechen, Kontakt zu ihnen aufzubauen und diesen auch zu halten. Dies kann über Praktika, Workshops, Veranstaltungen, das Betreuen von Abschlussarbeiten sowie über soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing geschehen. So können Nachwuchskräfte schon vor ihrer Anstellung an das Unternehmen gebunden und aktiv umworben werden.

Fazit: Das Kapitel gibt einen guten Überblick über die aktive Werbung von Nachwuchskräften und fasst am Ende die wichtigsten Punkte in Leitfragen und konkreten Handlungsempfehlungen zusammen. Da das Buch seinen Fokus auf die Förderung von Spitzenkräften und Akademikern legt, bietet es sich eher für Verbände an, die spezialisierte Branchen vertreten und ihre Mitglieder in diesem Bereich unterstützen wollen. Wer seine Mitglieder bei der Suche nach Azubis oder gar mit einer Ausbildungskampagne unterstützen will, sollte zu einem anderen Buch greifen.

Bewertung:
Zielgruppe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Einsteiger
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Profis
Nutzen für
Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Fundraising
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Lobbying
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Mitgliederkommunikation
Theorie/Praxis
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Praxisnähe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Theoretisch unterfüttert

So wollen Top-Talente arbeiten: Handlungsempfehlungen für eine Unternehmenskultur der Zukunft
von Jan Brecke
Frankfurter Allgemeine Buch, 1. Auflage (2015)
ISBN-13: 978-3956010859
203 Seiten, 24,90 EUR
rezensiert von Hans Hirsch, ADVERB

Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an!
Udo Herrmann„Was wäre das Leben ohne das Handwerk?“ Diese simple Frage aus einer Imagekampagne des Zentralverbands des Deutschen Handwerks verdeutlicht dem Leser sofort: Das Handwerk ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und in allen Lebensbereichen unentbehrlich. Gleichzeitig macht es aber auch klar, dass qualifizierte Nachwuchskräfte auch in dieser Branche rar sind. Der Fachkräftemangel wird auch hier zu Engpässen in den Betrieben führen. Aus diesem Grund versucht der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT) e. V. mit dem Aufruf „Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an!“ nachhaltig Nachwuchskräfte für Ihre Berufsfelder zu gewinnen. Doch große Imagekampagnen, bunte Flyer und kreative Slogans allein reichen nicht aus!

Der 180-seitige Praxisratgeber „Von nichts kommt niemand“des gelernten Schreinermeisters Udo Herrmann vermittelt dem Leser das nötige Rüstzeug, um einen erfolgreichen Nachwuchs für die Berufsfelder seines Verbandes zu generieren. Denn der Autor versteht es in elf Kapiteln eindrucksvoll, viele praxisbezogene Beispiele aus seinem eigenen Unternehmen mit theoretischen Ansätzen zu verweben.

Besonders die theoretische Aufbereitung in den einzelnen Kapiteln macht diesen Ratgeber auch für Verbandsvertreter anderer Branchen interessant. Schon im zweiten Kapitel „Hände weg – den will ich!“ wird deutlich, dass Verbände ihre Mitgliedsunternehmen befähigen müssen, besonders auf Ausbildungsmessen präsent zu sein. Zudem ist es unerlässlich, selbst aktiv zu werden, um für sich und seine Berufszweige werben zu können.

Der Abschnitt „Darauf habe ich Bock!“ gibt dem Leser einen Einblick, wie ein Verband eine attraktive Stellenanzeige entwickeln kann, die sich deutlich von den gewöhnlichen „08/15“-Anzeigen der anderen Mitbewerber abhebt. Der Praxistipp zeigt, dass dies am besten gelingt, wenn die Stellenanzeige nach den Wünschen der Jugendlichen formuliert wird.

In dem Kapitel „Hier gehörst du hin (Ein Fisch am Angelhaken)“ vermittelt der Autor Tipps und Tricks, wie Verbandsvertreter und Personaler den Bewerber in einem Bewerbungsgespräch in eine offene, positive und auskunftsfreudige Stimmung versetzen, um so die Begeisterung und Lust auf die eigene Branche zu wecken.

Fazit: Der Praxisratgeber gibt einen ersten schnellen und verständlichen Überblick über das, was Verbände und Unternehmen selbst tun können, um Branchennachwuchs zu generieren. Die Kapitel sind klar strukturiert und werden mit Praxistipps abgeschlossen, wodurch dieses Buch nicht nur für Führungskräfte aus Handwerksverbänden, sondern auch für Unternehmensvertreter relevant sein kann.

Bewertung:
Zielgruppe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Einsteiger
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Profis
Nutzen für
Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Fundraising
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Lobbying
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Mitgliederkommunikation
Theorie/Praxis
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Praxisnähe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Theoretisch unterfüttert

Von nichts kommt niemand: Mit talentiertem Nachwuchs die Zukunft im Handwerk meistern
von Udo Herrmann
1. Auflage 2013, Holzmann Medien
ISBN-13: 978-3778310182
180 Seiten, 34,90 EUR
rezensiert von Oliver Kunze, ADVERB

Jetzt PDF downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen Ausgabe 06/2016, S. 10.

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