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Was macht Ihre Pressekonferenz erfolgreich?

Täglich finden in deutschen Großstädten unzählige Pressekonferenzen statt. Journalisten stehen dabei unter enormem Zeitdruck, Pressesprecher unter Erfolgsdruck. Um Ihnen dabei zu helfen, Ihre Themen erfolgreich zu positionieren, haben wir für Sie Experten befragt, was bei einer Pressekonferenz beachtet werden muss.
 
„Klare Botschaften, relevante Neuigkeiten und kurze Statements“
Dr. Gregor Mayntz, Vorsitzender der Bundespressekonferenz e. V., meint:
„Es gibt Verbände, die es bereits als Erfolg empfinden, von der Bundespressekonferenz eingeladen zu werden, um ihre Anliegen in diesem seriösen Rahmen kundtun zu können. Eine erfolgreiche (Bundes-)Pressekonferenz garantiert dies jedoch nicht. Dazu gehört mehr: Es muss ein relevanter Neuigkeitswert auf den Tisch, und zwar nicht aus Sicht des Sprechenden, sondern aus dem Blickwinkel der Journalisten und ihres (Fach-)Publikums. Für den publizistischen Erfolg einer Pressekonferenz ist weniger wichtig, was der Verband gerne kundtun möchte, als vielmehr, mit welchen Fragen sich die Öffentlichkeit beschäftigt, und welche neuen, interessanten Antworten ein Verband darauf geben kann. Die Präsentation ist dann das A und O: Klare Botschaften, die sich präzise unterfüttern lassen, sind eindringlicher als bunte Bildchen. Und kurze Eingangsstatements lassen unter chronischer Zeitknappheit leidende Journalisten schnell durch Nachfragen auf den Punkt kommen.“
 
„Pressekonferenz auf Branchenmesse als Ereignis inszenieren“
Antje Schreiber, Leitung Kommunikation beim Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), meint:
„Als Verband der deutschen Heimtierbranche veranstalten wir unsere Pressekonferenzen in der Regel im Rahmen einer Branchenmesse wie beispielsweise der Interzoo oder Grünen Woche, um neben Marktdaten und Statements etwas fürs Auge bieten zu können.
Als Zeitpunkt hat sich der Vormittag des ersten Messetages bewährt, da die Agenturen dann noch rechtzeitig ihre Artikel absetzen können.
Unsere Präsentationen dauern maximal eine Dreiviertelstunde und wir planen Zeit für Fragen und Interviews ein. Anschließend bieten wir ein ‚Erlebnis‘: Moderierte Messerundgänge, Präsentationen mit Tieren oder auch Interviews mit Stars der Szene kommen gut bei Rundfunk und Fernsehen, bei regionalen Zeitungen und Publikumszeitschriften an.“
 
„Auch wenn es schnell gehen muss: spontan, aber nicht ziellos!“
Katja Christ, Pressesprecherin bei der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), meint:
„Pressekonferenzen bei Tarifverhandlungen sind wenig planbar. Stunden-, teilweise nächtelang warten die Journalisten auf den Abschluss. Zeichnet der sich ab, muss alles ganz schnell gehen: Rundmail mit der PK-Ankündigung statt langfristiger Einladung, Statement in einer Hotellobby statt in eigens ausgewähltem PK-Raum, Datenübersicht zum Abschluss statt aufwändiger Pressemappe.
Kann eine solche Ad-hoc-PK ‚erfolgreich‘ sein? Die PK wird zwar spontan organisiert, ist aber Teil eines Konzepts, das die gesamte Tarifrunde umfasst. Es geht bei der schnellen Information zu einem Tarifabschluss, der immerhin zwei Millionen Beschäftigte betrifft, darum, eine Einschätzung aus Arbeitgebersicht zu platzieren.“
 
 
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