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Welches Content-Management-System ist das richtige?

Spätestens wenn Sie den nächsten Relaunch Ihrer Website in Angriff nehmen, müssen Sie entscheiden, mit welchem Content-Management-System (CMS) Sie die Website betreiben wollen. Damit stellt sich die Gretchenfrage: „Welches CMS ist das richtige?“ Die Anzahl an Optionen ist so vielseitig wie unübersichtlich. Wir bringen Licht ins Dunkel

Was ist ein Content-Management-System?

Den meisten Gelegenheitsnutzern ist ein ContentManagement-System (CMS) schon einmal begegnet. Es handelt sich dabei um das Tool, mit dem Kommunikationsverantwortliche Inhalte für eine Verbandswebsite einstellen und veröffentlichen. Gleichzeitig bietet es aber auch die technische Grundlage für die Website an sich. Es ist das System, mit dem die Website erstellt wird und in dem technische und gestalterische Änderungen vorgenommen werden. Es gibt die Möglichkeit, ein solches System selbst zu entwickeln oder auf bestehende Systeme zurückzugreifen.

Die klare Empfehlung lautet hier, auf bestehende sogenannte „Open Source“ Lösungen zurückzugreifen. Diese sparen nicht nur Entwicklungskosten. Sie sind auch viel schneller an die individuellen Bedarfe anzupassen. Viel wichtiger jedoch: Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden, sondern können auch mit anderen Entwicklern zusammenarbeiten. Darüber hinaus bieten Open-Source-Lösungen in der Regel standardisierte Integrationen zu anderen Systemen (z. B. Newsletter-Systeme, Shop-Lösungen, Datenbanken, Mitgliederverwaltung), die sonst erst noch entwickelt werden müssten. Eigenentwicklungen lohnen sich somit nur bei sehr speziellen Bedürfnissen.

Warum die Systemfrage?

Da ein CMS die Grundlage einer Website ist, ändert man es in der Regel nicht einfach mal zwischendurch. Dies lohnt sich nur, wenn man ohnehin einen Relaunch plant oder eine neue Website entwickeln will. An der Stelle ist sie aber zentral, denn einmal getroffen, wird man diese Entscheidung nicht mehr so schnell rückgängig machen können.

Welches CMS ist das richtige?

Grundsätzlich gibt es nicht das eine Content-Management-System, das Sie unbedingt nutzen sollten. Alle haben ihre Stärken und Schwächen. Zudem hängt die Auswahl auch davon ab, welche Anforderungen Sie an die Website stellen. Folgende vier Punkte sollten Sie berücksichtigen:
Setzen Sie auf ein bewährtes System! Grundsätzlich ist solch ein System eine gute Wahl, das relativ weit verbreitet ist und sich im Einsatz bewährt hat. Sie finden dafür ausreichend qualifizierte Programmierer, zahlreiche Hilfestellungen im Internet, eine aktive Entwickler-Community, diverse Add-ons und Zusatzfunktionen sowie regelmäßige Sicherheitsupdates.

Wählen Sie ein System, das einfach und intuitiv ist! Dieser Punkt ist dann besonders relevant, wenn Sie selbst die inhaltliche Pflege übernehmen, sobald die Website live gegangen ist. Ein einfaches System spart nicht nur Nerven, sondern auch Zeit und Geld. Beides können Sie in sinnvollere Aspekte Ihrer Verbandsarbeit investieren. Dies ist im Übrigen ein Punkt, der oft unterschätzt wird – überschlagen Sie einmal die Stunden, die Sie schon mit technischen Herausforderungen zugebracht haben!

Entscheiden Sie sich für ein System, das Ihnen größtmögliche Freiheit bietet! Die gängigen CMS bieten eine Vielzahl sogenannter Plug-ins und Templates an, mit denen Sie Ihre Website sowohl optisch als auch funktional weitestgehend individualisieren können. Je größer und professioneller hier die Auswahl ist, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, die Seite auch künftig mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand weiterzuentwickeln.

CMS: Eine engere Auswahl

Für die meisten gängigen Seiten kommen die folgenden CMS in die engere Auswahl: WordPress, Joomla, Drupal und Typo3. Diese Systeme sind für die Nutzer relativ einfach zu bedienen und bieten Entwicklern zugleich einen relativ großen Freiraum. Beides ist entscheidend für die Qualität der Seite. In der folgenden Grafik haben wir eine Auswahl der wichtigsten Stärken und Schwächen der Systeme zusammengetragen.

Fazit

Wie bereits erwähnt: Es gibt nicht das eine CMS, das Sie nutzen sollten. Zahlreiche Gründe sprechen jedoch für WordPress. Dazu gehören die einfache Bedienbarkeit, die große Entwickler-Community, die Vielzahl an professionellen Plug-ins und Templates sowie der gute Support. Zudem ist es einfach, gut qualifizierte Entwickler für WordPress zu finden. Aufgrund der eindeutigen Marktführerschaft ist die Entscheidung für WordPress eine Entscheidung für die Zukunft

von Philipp Becher
Philipp Becher ist selbstständiger Kommunikationsberater und Teil des ADVERB Freelancer-Netzwerks. Bei ADVERB betreut er unterschiedliche Verbandskunden mit ihren Digitalprojekten.


Jetzt PDF downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen Ausgabe #76 2019, S. 14.
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