Session 5

Kampagnen: Große Themen anschieben

von René Scharr-Hochegger

Eine gute Kampagne kann die Arbeit eines Verbands über einen längeren Zeitraum sichtbar machen und im besten Fall eine öffentliche Debatte anstoßen. Eine Kampagne ist im Gegensatz zu Einzelmaßnahmen strategisch und langfristig ausgerichtet. Sie folgt dabei einem abgestimmten Timing. Bevor eine Kampagne gestartet wird, müssen zunächst viele Fragen geklärt werden: Welche Ziele sollen erreicht werden? Welche Zielgruppen möchte man ansprechen? Welche Kanäle sollen bespielt werden? Und: Welche Ressourcen stehen für eine Kampagne zur Verfügung?

Eine Kampagne ist im Gegensatz zu Einzelmaßnahmen strategisch und langfristig ausgerichtet.

Um eine Kampagne erfolgreich umzusetzen, sollten folgende fünf Faktoren
beachtet werden:

  1. Mitglieder begeistern – Zustimmung reicht nicht.
  2. Mitglieder steuern lassen – aber das Ruder in der Hand behalten.
  3. Realistische Ziele setzen – Erfolge belegen.
  4. Mehrwerte für Mitglieder bieten – Beteiligung ermöglichen.
  5. Informieren – zentrale Ansprechpartner stellen.

von René Scharr-Hochegger
ist Berater bei ADVERB und unterstützt u. a. den Deutschen Steuerberaterverband (DStV) sowie zahlreiche andere Branchen- und Berufsverbände aus ganz Deutschland
030 / 30 87 85 88 – 49, ren@agentur-adverb.de

Nichts ist peinlicher als eine durchschaubare, (inhaltlich) überdrehte und dadurch wirkungslose Kampagne.

Wie Verbände und ihre Themen die Politik erreichen

Drei sehr wichtige Faktoren für erfolgreiche politische Kampagnen eines Verbands sind das richtige Timing, ein tiefes Verständnis der Zielgruppe und die Authentizität und Glaubwürdigkeit meiner Kommunikation. Nichts ist peinlicher als eine durchschaubare, (inhaltlich) überdrehte und dadurch wirkungslose Kampagne. Bei politischen Kampagnen sollte man zudem immer verschiedene Szenarien durchgespielt und mögliche Handlungsoptionen im Schubfach haben. Auch wenn man diese verschiedenen Pläne am Ende nicht benötigt: Sich im Vorhinein verschiedene Szenarien und seine eigenen Reaktionen zu überlegen sorgt dafür, dass man Denkfehler und Unachtsamkeiten ausmerzt und somit die Qualität und den Impact der Kampagne, denn darum geht es ja am Ende, erhöht.

von Paul Wolter
Teamleiter Politik & Kommunikation, Bundesverband Deutsche Startups e. V.

Jetzt PDF downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen Ausgabe #82 2019, S. 22.

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