EDITORIAL

Influencer: Sehen Sie sie als Partner auf Augenhöhe

von Denise Carstensen

Schokoriegel reichen nicht: Influencer/innen verdienen (mehr) Wertschätzung.

„Können wir auch mal was mit Influencern machen?“ An diese Frage aus der Konzeptionsphase mit einem Kunden erinnere ich mich nur zu gern. Sie hat mir gezeigt: Influencer-Marketing ist bekannt und wird mittlerweile als Instrument einer Kommunikationsstrategie akzeptiert. Die Frage hat mir aber auch gezeigt: Es herrscht mitunter noch der Irrglaube, eine Zusammenarbeit mit Influencerinnen und Influencern gehe einfach so, mal eben schnell, zack, zack – und am besten gratis oder nur für kleines Geld, das seien ja schließlich keine Stars. In meinen Augen ist das eine falsche, vielleicht sogar destruktive Herangehensweise an eine Zusammenarbeit mit den zumeist jüngeren Fürsprecherinnen und Fürsprechern aus den sozialen Netzwerken. Mit Schokoriegeln, Probierpaketen oder einem netten Dankeschön als Honorar kommen Verbände nicht weit. Zumindest nicht an ein Kommunikationsziel. Influencerinnen und Influencer brauchen (mehr) Wertschätzung. Damit meine ich nicht, unverhältnismäßige Ansprüche ganz gleich welcher Art hinzunehmen. Vielmehr plädiere ich für Gespräche, Absprachen und Verhandlungen auf Augenhöhe. Je nach Thema und Ziel kommen Verbände in ihren Kommunikationsstrategien nicht mehr ohne diese einflussreichen Personen aus. Sie sind ein festes, modernes Marketingtool, haben oftmals eine größere Reichweite als klassische 18/1-Werbeflächen in der Innenstadt – und sollten im Brainstorming wie im Budgetplan als solches bedacht werden.

Mit unserer Ausgabe des Verbandsstrategen zum Thema Influencer-Marketing möchten wir ein Stück weit Aufklärungsarbeit leisten und zugleich Verbandsverantwortlichen einen Leitfaden an die Hand geben. Ausgehend vom theoretischen Überblick über das große Feld des Influencer-Marketings geben wir Ihnen praktische Tipps, wie Sie dieses Instrument nutzen und passende Fürsprecherinnen und Fürsprecher finden können, und auch Hinweise, worauf es zu achten gilt. Kurzum: Wir stellen Ihnen die Bewohner des fernen Neulands vor und machen Sie zu guten Freunden.

Viel Spaß beim Lesen und Anfreunden wünscht Ihnen

Denise Carstensen
ADVERB – Agentur für Verbandskommunikation

Im Editorial berichten Mitarbeitende von ADVERB – passend zur jeweiligen Ausgabe – von ihren Erlebnissen in der Verbandsberatung. Die Texte können sich auf weit zurückliegende Ereignisse beziehen und sind meist verfremdet, um Diskretion zu sichern.

Jetzt PDF downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen Ausgabe #92 2020, S. 05.

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