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Worauf sollten Verbände bei der Zusammenarbeit mit Influencern achten?

Wie immer möchten wir auch einen Einblick in die Praxis bieten und haben Experten aus Verbänden gefragt, welche Erfahrungen sie bei der Auswahl und Zusammenarbeit mit Influencern gemacht haben und welche Herausforderungen es dabei gibt. Carola Schmidt (Harzer Tourismusverband) und Sebastian Steinbach (GAME) geben interessante Einblicke.

Sind Angebot und Influencer ein perfektes ›Match‹, werden die Beiträge später als authentisch und glaubhaft wahrgenommen.

Carola Schmidt
Geschäftsführerin
HARZER TOURISMUSVERBAND E. V.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern im Tourismus ist kein Selbstläufer

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern ist entscheidend, bereits im Vorfeld der ersten Kontaktaufnahme zu definieren, welche „Message“ man senden und welche Zielgruppe man erreichen will. Mit diesen Aspekten im Blick gelingt die Auswahl und Ansprache geeigneter Influencer am besten. Hierbei ist zu prüfen, ob das Followerprofil der gewünschten Zielgruppe entspricht und das eigene Angebot zum Influencer und seinem (vorgelebten) Lifestyle passt. Sind Angebot und Influencer ein perfektes „Match“, werden die Beiträge später als authentisch und glaubhaft wahrgenommen und vermitteln weniger den Charakter einer plumpen Werbebotschaft. Zudem ist die Kooperation mit Influencern eine geschäftliche Zusammenarbeit. Daher sollten die gegenseitigen Erwartungshaltungen vorab klar definiert, kommuniziert und inklusive des damit verbundenen Kosten- und Leistungsumfangs schriftlich fixiert werden. So beugt man negativen Überraschungen weitestgehend vor.

15.10.2020 / Ausgabe #92

Influencer für Ihre Verbandskampagne

In jeder Ausgabe des Verbandsstrategen setzen wir mit Best-Practice-Beispielen, Expertenbeiträgen und Interviews einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt. Sie interessieren sich für das Thema? Dann schauen Sie doch gleich bei den anderen Artikeln dieser Ausgabe vorbei.

Vorurteile abbauen und der Politik die Chance geben, die Themen der Community ernsthaft zu diskutieren.

Sebastian Steinbach
Referent Politische Kommunikation & Esport
GAME – VERBAND DER DEUTSCHEN GAMES-BRANCHE E. V.

Zusammenarbeit mit Influencern für alle ein Gewinn

Entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Verband und Influencern sind ein glaubwürdiges inhaltliches Konzept, welches zur gemeinsamen Zielgruppe passt, und die Wahl der richtigen Verbreitungswege. Alle Voraussetzungen müssen sowohl zum Influencer als auch zum Verband passen und eng, zumeist mit einem Künstlermanagement, abgestimmt werden. So setzen wir bei unseren Formaten wie dem „ingame-Sommerfest“ oder dem Politik-Talk „Debatt(l)e Royale“ auf der gamescom gezielt Influencer als Moderatoren ein, da sie authentisch ihre Generation vertreten und auf die Diskussion aufmerksam machen. Mit Influencern als Brückenbauer erhöhen wir die Reichweite in einer für Politik ansonsten nur schwer erreichbaren Zielgruppe. So ist eine Zuschauerschaft von über 85.000 Menschen, die allein auf der Videostreaming-Plattform Twitch das „ingame-Sommerfest“ live verfolgt haben, insbesondere für Spitzenpolitikerinnen und -politiker besonders spannend. Deren Aussagen im Rahmen des Formats sind wiederum für die Verbandsarbeit hilfreich. Auch nehmen wir mit diesen Formaten als Verband eine gesellschaftliche Aufgabe wahr: Durch den Austausch mit unserer Games-affinen Zielgruppe auf Augenhöhe wollen wir Vorurteile abbauen und der Politik die Chance geben, die Themen der Community ernsthaft zu diskutieren. Auf diesem Wegwirken wir mit unseren Formaten auch der Politikverdrossenheit entgegen. Das macht den Einsatz von Influencern in unserer Verbandsarbeit für alle Beteiligten zu einem Gewinn.

Jetzt PDF downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen Ausgabe #92 2020, S. 22.

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