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Fotopool: Ihre Bildwelt im Internet

Sie möchten Ihren Verband mit Bildern im Internet präsentieren? Sie möchten Ihren Verbandsmitgliedern kostenlose Bilder zur Verwendung für deren Marketing (Flyer, Broschüren etc.) zur Verfügung stellen? Sie benötigen professionelle Bilder für Ihre Pressearbeit? Sie möchten sich dabei aber keine Sorgen um Bildrechte und Lizenzen machen? Mit der Anlage eines eigenen Fotopools steht Ihnen jederzeit eine Vielzahl von unterschiedlichen Bildern zu den verschiedensten Themen zur Verfügung. Ab jetzt ist Schluss mit der zeitraubenden Suche nach Bildern auf langen Pfaden der eigenen Festplatte und im Internet.

Bilder sagen mehr als tausend Worte! Genau aus diesem Grund ist das sogenannte „Visuelle Storytelling“ zu einem immer wichtigeren Bestandteil im Marketing und bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geworden. Bilder sollen Geschichten erzählen, die in der Öffentlichkeit Emotionen wecken und die Menschen bewegen. Für Verbände bedeutet dies konkret, dass Bilder eingesetzt werden müssen, die die Verbandsarbeit und die der einzelnen Verbandsmitglieder in ihren unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen widerspiegeln. Neben der Repräsentation in der Öffentlichkeit sollen die Bilder einen positiven Einfluss auf das Image des Verbandes haben.

Fotoshooting: starke Bilder für einen starken Auftritt
Professionelle Bilder sind das A und O für erfolgreiche Pressearbeit und zielführendes Marketing. Ein Fotograf erstellt qualitativ hochwertige Bilder bei eigens organisierten Fotoshootings oder während wichtiger Veranstaltungen. Die Bilder werden gemäß den Vorgaben des Verbandes erstellt und professionell nachbearbeitet. Anschließend werden diese zur Ansicht und Auswahl zur Verfügung gestellt. Die Nutzungsrechte der Bilder müssen mit dem Fotografen im Voraus vertraglich geregelt werden, sodass beide Vertragsparteien auf der sicheren Seite sind. Bilder, die während eines Fotoshootings entstehen, haben ihren eigenen individuellen Charakter und sollen dem Verband ein Gesicht geben. Die Bilder sollten direkt vor Ort, im Unternehmen von Verbandsmitgliedern oder in der Geschäftsstelle des Verbandes entstehen. Erfahrene Kommunikationsverantwortliche achten darauf, dass alle Sparten/Regionen des Verbandes ausreichend vertreten sind. Die Bilder müssen so nah wie möglich am Menschen dran sein und diesen mit all seinen Gefühlen und Emotionen zeigen. Anstatt Bilder zu erhalten, die den Eindruck erwecken, sie seien gestellt, ist es für das Shooting besonders wichtig, realistische/alltägliche Situationen zu schaffen, aus denen dann „echte“ Bilder resultieren.

Tipp: Sparen Sie nicht am Fotografen! Qualitativ minderwertige Bilder hinterlassen einen schlechten Eindruck in der Öffentlichkeit und wirken sich nicht gerade positiv auf das Image des Verbandes aus. Der Internetauftritt des Berufsverbandes für freie Fotografen und Filmgestalter e. V. enthält ein Verzeichnis professioneller Fotografen, die in Ihrer Nähe zu finden sind. Lassen Sie sich aber unbedingt Referenzen zeigen.
Homepage:

Portal auf eigener Seite
Wichtig hierbei ist vor allem, dass alle Verbandsmitglieder einen freien und kostenlosen Zugriff auf den Fotopool haben. Dies kann beispielsweise durch einen passwortgeschützten Bereich auf der Homepage des Verbandes realisiert werden. Hier können Bilder für Marketingzwecke, Pressearbeit etc. hoch- und heruntergeladen werden. Über die genauen Nutzungsrechte der Bilder sollten die Verbandsmitglieder direkt auf der Homepage hingewiesen werden. Weiterhin kann auf der verbandseigenen Homepage ein Bereich speziell für die Presse eingerichtet werden. Hier können Journalisten selbstständig aktuelle Bilder für die Verwendung in Zeitungsartikeln, Interviews etc. herunterladen. Der technische Aufwand bei der Integration eines Fotopools sollte jedoch nicht unterschätzt werden.

Tipp: Bestimmen Sie einen Verantwortlichen in Ihrem Verband, der sich regelmäßig um die Pflege und Aktualisierung Ihres Fotopools kümmert. Befragen Sie zu den Inhalten auch Ihre Mitglieder, um herauszufinden, zu welchen Themen sich diese noch weitere Bilder wünschen.

Flickr: Fotoportal für alle
Eine gute Möglichkeit zur Erstellung eines eigenen, öffentlichen Fotopools bietet der Bilderdienst Flickr. Um Flickr vollständig nutzen zu können, ist zunächst die Erstellung eines eigenen, kostenlosen Accounts nötig. Dieser kann auch relativ einfach für einen Verband angelegt werden. Mit einem Link auf dem Internetauftritt des Verbands kann auf den Account bei der Bilderplattform hingewiesen werden. Der Upload von Bildern ist einfach und unkompliziert. Ein Bild darf dabei die Größe von 200 MB nicht überschreiten und muss in einem der gängigen Bildformate wie JPEG, GIF oder PNG vorliegen. Andere Formate werden von Flickr automatisch in ein passendes Format konvertiert. Über die Möglichkeit des Downloads der Bilder entscheidet der Bildeigentümer selbst. Diese Option kann relativ einfach im Benutzerkonto eingestellt werden. Ist der Download erlaubt, können Bilder meist in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden.

Tipp: Laden Sie Ihre Bilder in einzelne Fotoalben hoch. Die Ordnung der Bilder nach verschiedenen Themen, Veranstaltungen etc. ist somit kinderleicht, und weder Sie noch andere Betrachter verlieren den Überblick.

Instagram: Fotoarchiv und Community
Instagram ist eine kostenlose Foto- und Video-Sharing-App für Smartphones. Auch hier ist die Anlage eines eigenen Accounts für den Verband schnell, einfach und kostenlos. Die App bietet Ihren Nutzern die Möglichkeit, Bilder mithilfe von verschiedenen Filtern und Funktionen zu bearbeiten und diese anschließend mit anderen Nutzern zu teilen. Vom Prinzip her funktioniert Instagram ähnlich wie der Micro-blogging-Dienst Twitter. Andere Nutzer können dem eigenen Account folgen (sogenannte Follower) und erhalten so stets die neuesten Bilder auf Ihrer Startseite. Damit die Bilder auch vom Rest der weltweiten Instagram-Community gesehen bzw. gefunden werden können, müssen diese mit verschiedenen Schlagworten (sogenannten „Hashtags“) versehen werden. Jeder Hashtag wird nach dem Bildupload automatisch als Link gesetzt und kann somit auf der Suche nach einem bestimmten Schlagwort gefunden werden. Instagram bietet den Nutzen zusätzlich die Möglichkeit, Bilder zeitgleich bei anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und auch bei Flickr zu teilen und zu verbreiten.

Tipp: Im Internet finden sich mittlerweile mehrere Websites mit Tipps und Tricks rund um die perfekten Schlagworte bzw. Hashtags. Lassen Sie sich auch von anderen Verbänden inspirieren und schauen Sie, wie diese Instagram und Co. verwenden.

Bildrechte
Es gibt viele verschiedene Bildrechte, die es im Umgang mit Bildern zu beachten gilt. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten:
Urheberrecht: Dieses liegt direkt beim Urheber (Fotografen). Es ist nicht notwendig, einen zusätzlichen Copyright-Vermerk am Bild anzubringen.
Nutzungsrecht: Der Verband erhält das Nutzungsrecht über erworbene Bilder gegen eine angemessene Vergütung des Fotografen. Dies wird im Vorfeld vertraglich geregelt.
Recht am eigenen Bild: Grundsätzlich haben die auf Bildern abgebildeten Personen das Recht, gegen die Veröffentlichung eines Bildes Einspruch zu erheben. Ausnahme: Es liegt ein Informationsinteresse der Allgemeinheit/Öffentlichkeit vor. Dies bedeutet, dass Personen, die im Interesse der Öffentlichkeit stehen, nicht gegen die Veröffentlichung eines Bildes vorgehen können.

Tipp:Informieren Sie sich genau über das Thema Bildrechte, um Verstößen gegen das Urheberrecht und Lizenzrecht aus dem Weg zu gehen. Es kann sonst sehr schnell sehr teuer für Sie werden. Bei Unsicherheiten zu diesem Thema lassen Sie sich von spezialisierten Anwälten beraten.

von Silke Knittig

 

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