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Facebook im Verband nutzen

Facebook für Verbände

Egal ob es darum geht, junge Zielgruppen für Ausbildungen in der Branche zu gewinnen, das Haupt- und Ehrenamt zu vernetzen oder Mitglieder zu binden und zu gewinnen, Facebook bietet viele Möglichkeiten, um digitale Wege in der Ansprache von Zielgruppen zu beschreiten. Und das soziale Netzwerk entwickelt permanent neue Ansätze, die den technischen Entwicklungen Rechnung trägt. Einige davon lassen sich auch von Verbänden nutzen.

Jeder zweite Deutsche ist mindestens einmal wöchentlich auf Facebook aktiv. 20 Prozent sind sogar täglich auf der Plattform, um sich zu informieren, mit anderen zu kommunizieren und sich zu vernetzen. Damit steigt laut der ARD-ZDF-Onlinestudie – trotz Bedenken von Datenschützern – erneut der Nutzeranteil an dieser Plattform. Mit einer eigenen Seite (als Verband) oder einem persönlichen Profil (als Sprecher oder Geschäftsführer) auf Facebook zu sein, auf der sich 28 Millionen Deutsche Nutzer befinden, scheint verlockend. Wer hier nun auch die technischen Potenziale nutzt, die Facebook Ads (Werbung), Facebook Live (Videoübertragung in Echtzeit) und Facebook 360 (Panoramafotos) bieten, positioniert sich als moderner Akteur und kann die Verbandskommunikation effizient gestalten.

 

Facebook Ad: Werbung
Über Facebook Ads besteht die Möglichkeit, einzelne / mehrere Posts, Seiten oder externe Internetseiten bestimmten Zielgruppen auf Facebook anzeigen zu lassen. Dabei kann sowohl nach Alter, Geschlecht und Region als auch nach sehr vielschichtigen Interessen unterschieden werden. Beispielsweise kann ein Verband mit den Angaben 20- bis 30-jährige Frauen aus NRW mit dem Interesse Unternehmensgründung eine sehr spitze Zielgruppe erreichen.

Es gibt eine Vielzahl von Werbeformen auf Facebook, die sich nach Werbeziel und Darstellungsart (z. B. auf Mobilgerät) unterscheiden lassen. Zwei Formen sind besonders interessant für Verbände:

 

Facebook Canvas

Mit der Facebook Canvas-Funktion ist es möglich, in einzelnen Werbeanzeigen eine Vielzahl von Informationen unterzubringen. Animierte Anzeigenmotive locken den Nutzer von der Timeline auf eine neue Seite innerhalb von Facebook, auf der Texte, Videos und Bilder angeboten werden können. Auch Verlinkungen auf externe Seiten (z. B. die Verbands-Homepage) sind möglich, diese sollten aber responsiv (für alle Endgeräte passend) gestaltet sein, da diese Werbeform nur für mobile Endgeräte angeboten wird.

Mögliche Anwendungen für Verbände: Tagungen / Kongresse bewerben, Vorstellen von Mitgliedervorteilen.

 

Facebook Carousel

Das Facebook Carousel-Format ermöglicht es, bis zu zehn quadratische Motive (Bilder und/oder Videos) nebeneinander einzubinden. Diese Anzeigenart ist deswegen attraktiv, weil Nutzer hier mehr interagieren: Denn zunächst ist nur ein Inhalt zu sehen und durch Streichen werden die weiteren Bilder entdeckt. Dadurch kann eine gewisse Dramaturgie erreicht werden. Übrigens kann jedes dieser Motive mit einer Überschrift und einem kurzen Text und individuellen Links versehen werden und ist damit besonders gut geeignet, Nutzer auf die eigene Verbandswebsite zu führen.

Mögliche Anwendungen für Verbände: Darstellung von Fakten zu einem bestimmten Thema, Ankündigung von Veranstaltungen, Seminaren und Rednern.

 

Facebook Live: Videoübertragungen

Facebook LIVE Handy

Die Facebook Live-Funktion ermöglicht es Personen und Seiten (maximal vier Stunden am Stück), Videoübertragungen in Echtzeit auf Facebook zur Verfügung zu stellen. Hierzu kann in der einfachen Variante jedes neue Handy mit der Facebook- bzw. Seitenmanager-App genutzt werden. Mit einer stabilen Internetverbindung und ein wenig technischem Know-how können so Liveübertragungen z. B. von Vorträgen bei Facebook veröffentlicht werden. Die INSM, die Friedrich-Naumann-Stiftung und auch die SPD sind hier sehr aktiv. Simplizität hat allerdings ihren Preis: Ton-, Licht- und Bildqualität leiden bei diesem schwachen Equipment stark.

Unser Tipp: Nutzen Sie Know-how von Spezialisten! Professionelle PR-Agenturen – wie z. B. ADVERB – bieten Workshops zum Thema Videodreh an. Dann holen auch Sie das Beste aus Ihrem Handy raus.

Ausblick: Wie es aussieht, plant Facebook, die Handy-Übertragung zukünftig mit zwei Handys zu ermöglichen. Dadurch würde ein Schnitt (zum Beispiel bei Interviews oder Totale/Halbtotale) möglich werden. TechCrunch kündigte diese Funktion bereits im Sommer 2016 an. Vermutlich wird sie im Frühjahr 2017 in Deutschland verfügbar sein.

Mögliche Anwendungen für Verbände: einfache Übertragung von Ansprachen, Podiumsdiskussionen oder Pressekonferenzen.

 

Facebook LIVE Kamera

Neben der Handy-Lösung bietet Facebook auch an, unter dem gleichen Namen professionelle Schnittstellen (API) über die Livestream-Signale (z. B. als Summe aus mehreren Kameras) einzubinden. Hier können Profis mit mehreren Kameras aufzeichnen und zwischen diesen wechseln. In dieser Variante, die u. a. der Deutsche Fußball-Bund nutzt, sind dann natürlich auch Einblendungen (wie Namen, Texttafeln, Folien) möglich.

Unser Tipp: Bewerbung nicht vergessen! Vergessen Sie bei aller Einfachheit nicht, die Übertragung (mit Bildern oder kurzen Videos) anzukündigen. Auch das Erstellen einer Facebook-Veranstaltung hat sich hier bewährt.

Ausblick: Seiten mit blauem Verifizierungshaken können mit der Funktion „Scheduling a Live Video“ sogar Liveübertragungen ankündigen. Nutzer erhalten dann auf Wunsch nicht nur eine Benachrichtigung vor Beginn des Broadcasts. Sie können unmittelbar vor Beginn in einem gemeinsamen virtuellen Vorraum („Pre-Broadcast-Lobby“) auf den Start des Videos warten, sich vernetzen und austauschen. Praktisch ist auch, dass die URL schon vorher feststeht und anders als bei „spontanen“ Live-Videos im Vorfeld verbreitet werden kann.

Mögliche Anwendungen für Verbände: Professionelle Übertragung bedeutender Verbandsveranstaltungen wie Reden, Podiumsdiskussionen, Pressekonferenzen oder Tagungen.

 

Facebook 360

Facebook 360

Rundum-Videos und -Fotos, sogenannte 360°- oder Panorama-Aufnahmen, sind sicherlich die Zukunft im Netz. Noch steht die Aufnahmetechnik aber am Anfang: Es gibt kaum einheitliche Standards und die Preise fürs Equipment sind unverhältnismäßig hoch. Die Aufnahmen ermöglichen das Betrachten ganzer Räume, Panoramen oder Landschaften über mobile Endgeräte, PCs und auch VR-Brillen (Virtual-Reality-Brillen).

Mögliche Anwendungen für Verbände: Erklärvideos mit Zusatzinformationen, Blick hinter die Kulissen bei Tagungen oder Gremiensitzungen.

 

von Christian H. Schuster, ADVERB

 

Weitere Informationen
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– Jetzt pdf downloaden: Diesen Artikel finden Sie im Verbandsstrategen (Ausgabe 09/2016, S. 5).

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