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“Wir müssen reden!” – Fokus interne Kommunikation

Ohne erfolgreiche interne Kommunikation schafft es kein Verband, seine Anliegen überzeugend nach außen zu tragen. Wie diese gelingt, was dabei zu beachten ist und was Verbände von Unternehmen lernen können, beleuchten Dieter G. Herbst sowie Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer in ihren Ratgebern.

Dieter G. Herbst stellt bereits im Vorwort seines Ratgebers fest, dass interne Kommunikation wichtig ist. Damit steht er in einer Reihe mit zahlreichen Ratgebern, die sich häufig zu solchen Lippenbekenntnissen verleiten lassen. Warum es dennoch in vielen Organisationen an der internen Kommunikation scheitert, möchte Herbst in seinem Leitfaden ebenso beleuchten wie Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer in ihrem Praxis-Wegweiser zum gleichen Thema.

Obwohl alle drei Autoren den Anspruch haben, den Lesern aufzuzeigen, wie interne Kommunikation erfolgreich funktionieren kann, wählen die Verfasser ganz unterschiedliche Wege in der Umsetzung und Gestaltung ihrer Ratgeber.

Bei Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer ist der Titel Programm: Unter der Frage „Wie kommt System in die interne Kommunikation?“ gibt das Autorenduo Kommunikationsverantwortlichen einen praxisnahen Leitfaden an die Hand, der Schritt für Schritt auf die Tücken der internen Kommunikation hinweist und erklärt, wie Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden können.

Unter dem Kredo, dass Kommunikation innerhalb von Organisationen zur elementaren Verbandskultur gehört, zeigen Führmann und Schmidbauer verschiedene Werkzeuge auf, mit denen zunächst der Ist-Zustand im eigenen Unternehmen oder Verband bewertet werden kann. Dieser erste und wichtige Schritt helfe, „festgelegte Sicht- und Denkweisen“ aufzubrechen, versprechen die Autoren. Sie verlieren sich dabei nicht in realitätsfernen Theorien, sondern zeigen anhand einer beispielhaften Mitarbeiterbefragung praxisnah, wie der Stand der Dinge erfasst werden kann. Die vielen übersichtlichen Diagramme und Checkboxen helfen Interessierten dabei, eigene Umfragen zu konzipieren und durchzuführen.

Ist die Befragung ausgewertet, gilt es, eine umfassende Strategie zur Verbesserung der internen Kommunikation zu erarbeiten. Auch hier besticht das Werk mit seiner Praxisorientierung, das stets Kosten und Ergebnisse fokussiert.

Highlight des Ratgebers ist jedoch der herausragende Durchführungsteil. In detailliert beschriebenen Beispielen werden dem Leser verschiedene praktische Tools an die Hand gegeben, um so die Planung erfolgreich zur Realität werden zu lassen. Außerdem werden die Vor- und Nachteile von allen erdenklichen Werkzeugen zur Kommunikationspflege innerhalb eines Verbandes aufgeführt und abschließend bewertet. Für Kommunikationsverantwortliche ist es daher ein Leichtes, die richtige Strategie für ihren Verband auszuwählen.
Führmann und Schmidbauer gehen an dieser Stelle auch auf Social-Media-Umsetzungen zur Verbesserung der internen Kommunikation ein, räumen diesem Aspekt allerdings nicht so viel Platz ein wie Dieter G. Herbst in seinem Leitfaden ein.

Dieter G. Herbst widmet den Mitmach-Medien sogar ein eigenes Kapitel und erklärt ausführlich die verschiedenen Kommunikationswege, die diese bieten. In dem übersichtlich aufgearbeiteten Abschnitt wird das Für und Wider der internen Online-Kommunikation ausführlich abgewogen und leicht sichtbar, welche Tools sich für welche Szenarien anbieten.

Auch sonst überragen Herbsts Ausführungen vor allem in Fragen zum theoretischen Hintergrund und Vertiefen von vorhandenem Wissen. Interessant für viele Kommunikationsverantwortliche ist vor allem der erste Teil des Buches. Hier schildert Herbst die interne Kommunikation aus der Sicht der Mitarbeiter, was nicht nur für Schmunzler bei Verantwortlichen sorgen, sondern auch zum Reflektieren eigener Abläufe anregen dürfte. Die beschriebenen Beispiele lassen sich leicht auf Verbandsmitglieder übertragen und bieten so einen echten Mehrwert auch für Verbandskommunikatoren.
Herbst vermittelt den Lesern so nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktisch und übersichtlich gegliederte Erfolgsfaktoren, an denen die interne Kommunikation im eigenen Verband gemessen werden kann.

Besonders empfehlenswert sind auch die zwei Gastbeiträge, die den Leitfaden erweitern. Norbert Deutschmann zeigt anschaulich die rechtlichen Rahmenbedingungen interner Kommunikation auf, während Manuela Stier abschließend aus ihrer beruflichen Praxis heraus darstellt, wie ihr Unternehmen intern kommuniziert. Insbesondere Deutschmanns Gastbeitrag beleuchtet einen interessanten Teil des Themas, der im Ratgeber von Führmann und Schmidbauer beinahe untergeht.

Fazit: Die beiden Ratgeber zeigen deutlich, dass zur internen Kommunikation noch viel Interessantes gesagt werden kann. Beleuchtet Dieter G. Herbst in erster Linie theoretische Grundlagen in ihrer Breite, gehen Ulrike Führmann und Klaus Schmidbauer verstärkt auf deren praktische Umsetzung ein. Beide Leitfäden bestechen durch Übersichtlichkeit und ihre sehr zugängliche Sprache, die das Aufarbeiten der Thematik vereinfachen und dazu anregen, die Kommunikation innerhalb des eigenen Verbandes zu reflektieren. Für den Praxisalltag von Kommunikationsverantwortlichen in Verbänden dienen beide Bücher als hilfreiche Stützen.

Übrigens: Wichtige Tipps für alle Bereiche der Verbandskommunikation haben wir bereits für Sie zusammengestellt:
Alle Ausgaben des Verbandsstrategen

Bewertung:
Dieter Georg Herbst (2011): Rede mit mir, Berlin.
ISBN: 978-3940543080
318 Seiten, 24,90 EUR

Zielgruppe
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Themen
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Theorie/Praxis
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Praxisnähe
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Theoretisch unterfüttert

 

Ulrike Führmann/Klaus Schmidbauer (2011): Wie kommt System in die interne Kommunikation?
ISBN: 978-3933689061
245 Seiten, 29,80 EUR

Zielgruppe
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rezensiert von Dominik Dicken, IFK Berlin

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