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Wie organisieren Sie die interne Kommunikation in Ihrem Verband?

Die Kommunikation innerhalb eines Verbandes zu organisieren, gelingt meist nur mit einer ausgeklügelten Strategie. Welche wichtigen Punkte bei der internen Kommunikation beachtet werden müssen und welche Instrumente erfolgreich genutzt werden, haben wir vier Experten gefragt. Hier finden Sie die Antworten.

 

„Vertrauen schaffen“
Katharina Burkardt, Pressesprecherin,
Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., meint:

„Wer draußen erfolgreich agieren und seine Anliegen überzeugend kommunizieren möchte, muss damit drinnen beginnen. Es gilt, im eigenen Haus Vertrauen zu schaffen, zu mobilisieren und zu begeistern. Bei Verbänden kommt die Besonderheit dazu, dass sie darüber hinaus auch die Mitglieder erreichen müssen und sollen.

Für unsere Mitarbeiter bauen wir dabei auf das Intranet sowie regelmäßige Kurzmeetings. Unsere Mitglieder werden über verschiedene Kanäle informiert. Diese reichen vom klassischen Online-Auftritt über Verbandsveranstaltungen und Mitgliederrundschreiben bis hin zu unserer Zeitschrift “Wohnungs-politische Informationen“. Für Gremienmitglieder bieten wir das Gremienportal und unsere XING-Gruppe an.“

 

„Plattformen nutzen“
Alexander Wiech, Leiter Kommunikation, Haus und Grund Deutschland, meint:
„Die interne Kommunikation muss für eine erfolgreiche Verbandsarbeit mit der externen Kommunikation auf einer Stufe stehen. Es ist entscheidend, die Mitglieder über das eigene Tun stets auf dem Laufenden zu halten. Nur so ist ein einheitliches und starkes Auftreten nach außen möglich.

Informationen werden bei Haus & Grund Deutschland einerseits klassisch in Gesprächen, Sitzungen und Versammlungen transportiert. Hinzu tritt die regelmäßige Information per E-Mail sowie per Mitglieder-Extranet. Das Mitglieder-Extranet hat sich zu einem äußerst wertvollen Fundus für die Organisation entwickelt. Über eine Stichwortsuche lassen sich in Sekundenschnelle aktuelle und zurückliegende Informationen zu einem Sachverhalt finden.“

 

„Im Austausch stehen“
Uwe Kamp, Pressesprecher, Deutsches Kinderhilfswerk e. V., meint:
„Das Deutsche Kinderhilfswerk steht als Spendenorganisation in einem regen Austausch sowohl mit seinen Mitgliedern als auch mit Fördermitgliedern und Spendern. Für die Kommunikation verwenden wir dabei – ganz klassisch – unsere Mitgliederzeitschrift ‚Kinder, Kinder!‘, die zweimal jährlich erscheint und über geförderte Projekte, aktuelle Aktionen und Termine informiert. Zahlreiche Rückmeldungen durch Zuschriften und Mails geben dabei ein gutes Feedback über unsere Arbeit.

Außerdem werden sowohl Mitglieder als auch Spender mit einem elektronischen Newsletter monatlich über unsere Aktivitäten und das aktuelle Geschehen in der Kinder- und Jugendpolitik informiert.“

 

„Mit System kommunizieren“
Dr. Karin Vladimirov, Pressesprecherin, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, meint:
„Bewährt hat sich das EIS (Einheitliches InformationsSystem), bestehend aus Intranet, Mitgliedernetz und Homepage. Alle Mitglieder mit E-Mail-Adresse erhalten wöchentlich den Newsletter ‚ngg.aktuell‘. Die Adressen werden vor jedem Versand über die Mitgliederdatenbank aktualisiert. Dieser Newsletter kann auch in den Betrieben ausgehängt werden. Sechs Mal jährlich erhalten die Mitglieder auf dem Postweg eine gedruckte Publikation, die im Mitgliedernetz auch online abrufbar ist.

Seit zwei Jahren betreibt die NGG einen Facebook-Auftritt, der sich vor allem bei Aktionen wie Warnstreiks oder Demos als eine sehr schnelle und unkonventionelle Möglichkeit der Kommunikation erwiesen hat.“

 

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