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Clipping – ein Kinderspiel?

(c)istockphoto.com/hidesyWissen Sie, was heute über Ihren Hauptgeschäftsführer in der Süddeutschen geschrieben wurde? Wie erfahren Sie, was andere Branchenverbände vorhaben? Möchten Sie mehr über Ihre Partner und Gegenspieler wissen? Ist Ihnen eine proaktiv gestaltete Verbandskommunikation wichtig? Dafür benötigen Sie ein professionelles Medienmonitoring. Alles über Chancen, Herausforderungen sowie mögliche Dienstleister erfahren Sie hier.

Ein professionelles Medienmonitoring hilft über den Tellerrand zu blicken. Viele Pressesprecher lassen sich auf diesem Weg informieren, welche aktuellen und zukünftigen Themen ihre Branche bewegen. Einige nutzen die Kopien und Medienausschnitte (auch „Clippings“ genannt) als Inspiration für die eigenen Verbandsmedien. Mögliche kommunikative Krisen lassen sich früh erkennen. Gleichzeitig können „fremde“ Themen aufgespürt und für eigene Strategien und Botschaften genutzt werden (Agenda Cutting und Surfing). Und nicht zuletzt hilft ein Medienmonitoring dabei, mehr über andere Akteure zu erfahren und neue Player (potentielle Mitglieder, Gegenspieler, Professoren/Institute, NGOs) früh auf dem Radar zu erkennen.

Medienmonitoring gehört in professionelle Hände

Bei einigen Verbänden ist das Monitoring allerdings ein stiefmütterlich behandeltes Thema. Dort machen Praktikanten oder studentische Aushilfen die Presseschau, schneiden Artikel aus, kopieren sie und geben die Fundstücke gegen Mittag in den Umlauf. Nach der Mittagspause wird der Pressespiegel vermutlich gerade noch von einem Fachreferenten gelesen, danach die bunte Sammlung – im besten Fall – irgendwo abgeheftet. Das hört sich nicht nach strategischer Auswertung und Weiternutzung an. Artikel werden so auch nicht sinnvoll archiviert oder analysiert. Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, Monitoring kostengünstig, effektiv und im Sinne einer nachhaltigen Verbandskommunikation zu nutzen. Die drei wichtigsten sind Online-Tools, Clippingdienste und proaktive Pressearbeit.

1. Online-Tools: Kostenlos und aktuell

(c)istockphoto.com/JirsakKostenlose Onlinedienste sind perfekt für ein Echtzeit-Monitoring. Nutzer erhalten bei Google News Alerts die Möglichkeit, auf jede Online-Nennung eines bestimmten Begriffs per E-Mail aufmerksam gemacht zu werden. Auswählbar sind Suchbegriffe und Ausschlusskriterien, Kategorien (wie News, Videos, Internetseite) und die Zustellhäufigkeit (bei Erscheinen, täglich, wöchentlich).

Unser Tipp: Experimentieren Sie mit der Alert-Vorschau, um mittels richtiger Suchbegriffe die Meldungen sinnvoll einzugrenzen. Sie können auch mehrere Alerts einrichten: Lassen Sie sich beispielsweise sofort benachrichtigen, wenn Ihr Hauptgeschäftsführer irgendwo genannt wird, aber nur einmal täglich über die Geschehnisse/Meldungen Ihrer wichtigsten Mitglieder.

Twitter

Der Kurznachrichtendienst Twitter wird inzwischen von vielen Akteuren und Verbänden genutzt, um Pressemitteilungen zu versenden oder um aktuelle Einschätzungen abzugeben und auszutauschen. Die 140-Zeichen-langen Meldungen („Tweets“) können kostenlos abonniert werden („follow“). Alle Tweets werden dann auf der Startseite des Twitter-Accounts angezeigt. Um die relevanten Akteure zu finden, muss zwar ein bisschen gesucht werden, aber das lohnt sich in den meisten Fällen.

Unser Tipp: Wenn Sie im Social-Web keine Erfahrungen haben, sollten Sie den Account vielleicht nicht im Verbandsnamen oder mit Verbandslogo anlegen.

RSS: Ihr persönlicher News-Ticker

Google News-Alert und Twitter lassen sich – wie zahlreiche weitere Internetangebote – als RSS-Feed abonnieren und in einem Reader integrieren. Diese Programme holen die Informationen selbstständig aus allen abonnierten Portalen und Diensten. Die RSS-Feed-Nutzer haben somit alles auf einen Blick. Wir empfehlen Ihnen folgende zwei Programme: Eine Ticker-Laufschrift in Ihrem Mozilla Firefox-Browser bietet Ihnen RSS Ticker. Sobald eine neue Meldung erscheint, setzt sich das Laufband in Bewegung. Damit entgeht Ihnen sicher nichts. Für unterwegs empfehlen wir Ihnen dass RSSdemon für Android-Handys.

GOOGLE, TWITTER, RSS
Kosten
kostenlos
Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR
Aufwand
zu Beginn bis zur optimalen Erinrichtung
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Auswertung/Aufbereitung
keine inhaltliche Zusammenfassung, ungefiltert aber schnell
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Strategischer Nutzen
keine Handlungsempfehlung
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2. Clippingdienste: Jäger und Sammler in Ihrem Auftrag

(c)istockphoto.com/zoomstudioViele Firmen haben sich auf die Beobachtung und Aufbereitung von Medien spezialisiert. Sie durchforsten Zeitungen, schauen Fernsehen und nehmen unter anderem auch Fachmedien unter die Lupe. Das Ergebnis dieser Arbeit können Kunden wahlweise auf einer Internetseite abrufen oder sich per E-Mail/Post schicken. Es ist schwierig, diese Dienste zu vergleichen, Deswegen ist es hilfreich, sich eine individuelle Checkliste anzulegen.

Das IFK Berlin hat die wichtigsten Bewertungskriterien für Verbände zusammengestellt (download). Kommt ein bestimmter Dienstleister infrage, so ist es wichtig, bei der Bitte um ein Angebot einen konkreten Auftrag zu formulieren – mit Stichwort(en), zu beobachtenden Mediengattungen, Zeitraum und Art der Anlieferung.

Unser Tipp: Gerne unterstützen wir Sie bei der Dienstleisterbeauftragung und bei einer täglichen Zusammenfassung der Presseschau. Unsere Mitarbeiter haben bereits erfolgreich mit Landau Media, Cision und Ausschnitt zusammengearbeitet.

CLIPPINGDIENSTE
Kosten
je nach Dienstleister/Auftrag
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR
Aufwand
nur zu Beginn bei Beauftragung
Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR
Auswertung/Aufbereitung
mitunter auch inhaltliche Zusammenfassung, schnell, zuverlässig
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR
Strategischer Nutzen
guten Datengrundlage, keine Handlungsempfehlungen
Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR

 

3. IFK Agenda-Surfer: Proaktive Ideen als Impulsgeber

(c)istockphoto.com/gehringjDie besten Monitorings nützen nichts, wenn sie nicht in die Themenplanung einfließen. Verbände mit einer proaktiven Kommunikationsstrategie nutzen deswegen aktuelle Nachrichten als Aufhänger für ihre eigenen Themen. Dabei ist es von Vorteil, professionellen Sachverstand einzukaufen. Denn dadurch lassen sich in regelmäßigen Abständen innovative Ideen nutzen, um vom getriebenen zu einem proaktiven Akteur zu werden.

Das IFK Berlin bietet hierfür das Produkt „Agenda-Surfer“. In diesem überprüfen wir permanent aktuelle Entwicklungen und Geschehnisse nach möglichen Anknüpfungspunkten für die Medienarbeit unserer Kunden. In regelmäßigen Abständen schlagen wir mit dem Agenda-Surfer Maßnahmen (Pressemitteilungen, PR-Aktionen) vor, die sich kostensparend umsetzen lassen. Gerne schicken wir Ihnen ein Muster des Agenda-Surfers zu. Nehmen Sie hierzu einfach Kontakt mit uns auf.

IFK AGENDA-SURFER
Kosten
je nach Auftrag
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR
Aufwand
nur zu Beginn bei Beauftragung
Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR
Auswertung/Aufbereitung
in der Regel mit einem Medienmonitoring kombiniert
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Literatur Verbands-PR Literatur Verbands-PR
Strategischer Nutzen
passgenaue Handlungempfehlungen
Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur Verbandsliteratur

Weitere Informationen
– Hätten Sie diesen Artikel gerne schon früher gelesen? Dann abonnieren Sie den IFK Verbandsstrategen – das Medium für professionelle Verbandskommunikation.
– Diesen Artikel finden Sie im IFK Verbandsstrategen (Ausgabe 06/2011, S. 2).


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