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Erfolgsfaktoren für das richtige Wording auf Twitter

Statt trockener Verbandssprache hilft es, die Tonalität aufzulockern und an die Gefühle der Nutzer zu appellieren.

„Durch Tweets und Retweets verbreiten wir nicht zuletzt unsere politischen Botschaften.“
Christof Weingärtner, Pressesprecher, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V.
„Twitter ist einer von vielen Bausteinen unserer Kommunikationsstrategie. Wir versuchen, unsere Inhalte – Pressemitteilungen, Infografiken, Videos, das Magazin „Arzneimittelpunkt“ u. a. – breit zu streuen. Dies geschieht auch über Twitter. Des Weiteren nutzen wir Twitter, um Mitgliedsunternehmen und potenzielle Mitglieder auf die Serviceangebote des Verbandes aufmerksam zu machen. Durch Tweets und Retweets verbreiten wir nicht zuletzt unsere politischen Botschaften. Wir nutzen Twitter aber auch zum Netzwerken – zum Teilen von Inhalten anderer Akteure, für den Dialog sowie zum Zuhören und Beobachten. Wir sind noch nicht lange dabei und bauen nun die Anzahl der Follower kontinuierlich aus.“

 

„Auf Twitter bemühen wir uns vor allem um Multiplikatoren: Journalisten, Politiker, ‚Themensetzer‘ und selbstverständlich unsere Mitglieder.“
Norma Groß, Pressesprecherin – Industrie- und Handelskammer IHK Ostbrandenburg
Norma Groß, Twitter„Per IHK-Gesetz sind uns Grenzen gesetzt, wozu und wie wir uns als Interessenvertretung der Unternehmen äußern dürfen. Aber die gegebene Bandbreite nutzen wir gern. Auf Twitter bemühen wir uns vor allem um Multiplikatoren: Journalisten, Politiker, „Themensetzer“ und selbstverständlich unsere Mitglieder. Dabei wollen wir schnell, konkret, nützlich und locker im Ton sein. Es ist immer wieder ein Herantasten, wie am 29. Mai mit #ihkobb24. Einen Tag lang gibt es Innenansichten aus unserer IHK von Ausbildungsvertrag bis Zolldokumente. Wir sind gespannt auf die Reaktionen und unseren Erkenntnisgewinn.“

 

„Drei Dinge – und die betreffen nicht nur Wörter – sind für erfolgreiche Tweets entscheidend: Bilder, Sprache und Hashtags.“
Katrin Kowark, Leiterin Pressestelle, Koordinatorin Expertenkreis Qualitätsjournalismus – Bundesverband Deutscher Stiftungen (BVDS)
Katrin Kowark, Twitter„@stiftungstweet mit seinen rund 8.000 Followern ist unser Kanal, um mit Journalistinnen, Politikern oder Philanthropie-Influencern (ja, auch die gibt es schon!) ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben. Wir twittern daher sachlich-seriös. Drei Dinge – und die betreffen nicht nur Wörter – sind für erfolgreiche Tweets entscheidend: Bilder, Sprache und Hashtags. 1. Bilder aus dem Verband, von unseren Mitgliedsstiftungen oder Share-Pics mit Zitaten erhöhen die Reichweite. 2. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass englische Posts eher „fliegen“ als deutsche. Denn hierzulande liegt Twitter in der wöchentlichen Nutzung nur auf Platz 5 und stagniert in der Reichweite. 3. Gute Hashtags liefern fleißige Tweeps, also aktive Twitterer unter einem Hashtag. Hier gibt es viel Potenzial beim Phänomen Second Screen, das wir – zugegeben – auch noch nicht ganz erschlossen haben.“

 

„Mit unseren Followern kommunizieren wir wertschätzend und lösungsorientiert.“
Philipp Schinz, Social Media Manager – Verband der Chemischen Industrie (VCI)
Philipp Schinz, Twitter„Twitter ist – wie andere Netzwerke auch – ein dialogorientiertes Medium. Damit ein Austausch zustande kommt, müssen wir die Nutzer erst einmal zum Lesen animieren. Das gelingt mit informativen und verständlichen Tweets – oft die größte Herausforderung angesichts komplizierter Themen, mit denen wir uns als Chemieverband beschäftigen. Beim Formulieren gilt daher: so komplex wie nötig, aber so einfach wie möglich. Mit unseren Followern kommunizieren wir wertschätzend und lösungsorientiert. Denn obwohl die Umgangsformen in sozialen Netzwerken lockerer sind, sollte man sich keinesfalls im Ton vergreifen. Klar ist für uns aber auch: Wir vertreten unsere Positionen eindeutig und konsequent – sowohl off- als auch online.“

 

„Ganz klare Wirkung haben Positionen und Beiträge zu (medien-)politischen Themen.“
Antje Jungmann, Senior Manager Kommunikation – Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. (VDZ)
Antje Jungmann, Twitter„Der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger ist seit 2011 erfolgreich auf Twitter aktiv. Auf unserem Twitter-Kanal erreichen wir besonders viele Interaktionen mit Tweets, die uns nicht als „Verband“ zeigen, sondern etwa das Team dahinter, oder auch originelle, unterhaltsame Inhalte bieten. Ganz klare Wirkung haben Positionen und Beiträge zu (medien-)politischen Themen, die vor allem in den Themen-Communitys eine große Reichweite erzielen. Diese Tweets lösen oft intensive, polarisierende Diskussionen aus und profilieren den VDZ. Um kampagnenfähig zu sein, nutzen wir unsere eigenen Hashtags wie ganz aktuell #VDZPressefreiheit.“

 

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