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Was macht eine Podiumsdiskussion für Ihren Verband erfolgreich?

Es gibt viele Wege, die Verbände gehen können, um Politiker und Medienvertreter über ihre Positionen zu informieren. Eine sehr wirkungsvolle Methode ist die Diskussion im öffentlichen Raum. Wir haben vier Experten gefragt, welche Zutaten für eine gelungene Podiumsdiskussion benötigt werden.

 

„Professionelle Planung“
Claudia Paul, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., meint:
Claudia Paul„Thema, Menschen, Technik: Eine gute Podiumsdiskussion steht und fällt mit dem Thema. Das muss provokativ sein, zum Diskutieren reizen und Lust aufs Zuhören machen. Nichts ist langweiliger als Einigkeit und Monologe. Deshalb gehören gute Diskutanten aufs Podium – nicht mehr als drei und mit ganz unterschiedlichen Ansichten. Gegen die Monologe hat man den Moderator – gut vorbereitet und selbstbewusst.

Und dann die Technik. So profan es klingt: Nichts ist schlimmer als ein oder gar zwei Mikrofone zu wenig. Das wirkt stümperhaft, es fehlt die spontane Rede, immer ist einer oder eine sprachlos. Doch wenn der unabdingbare Technik-Check erfolgreich war, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.“

 

„Erkennbare Kernbotschaft“
Kai-Christian Albrecht, Hauptgeschäftsführer, Bundesverband Presse-Grosso e.V., meint:
Kai-Christian Albrecht„Die Podiumsdiskussion ist eine Königsdisziplin der Kommunikationsarbeit von Verbänden. Der Veranstalter sollte sich frühzeitig über Themen und Gesprächsteilnehmer Gedanken machen und die Wahl des Moderators gut überlegen. Besonders unterhaltsam und informativ sind solche Diskussionen, in denen die Teilnehmer unterschiedliche Positionen vertreten und ein echter Diskurs erfolgt. Hierzu können zuspitzende Leitfragen beitragen, die vorab entwickelt werden. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, mit allen Teilnehmern ein Vorgespräch zu führen.

Fazit: Frühzeitige Planung, interessante Themen und Gäste sowie eine Kernbotschaft sind gute Voraussetzungen für viele Zuschauer und hohes Medienecho.“

 

„Konstruktive Schlagfertigkeit“
Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer, Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V., meint:
Thomas hetz„Grundsätzlich bringt jede Podiumsdiskussion sehr gute Chancen als auch Risiken mit sich. Unsere Personaldienstleitungsbranche bzw. das Thema Zeitarbeit birgt eine besondere Herausforderung: Wir müssen den Klischees über die Zeitarbeit entgegentreten und Vorurteile abbauen.

Erfolgreich ist man in einer Podiumsdiskussion, wenn man ein überzeugendes, souveränes, sicheres und möglichst natürliches Auftreten hat. Wer guter Rhetoriker ist, hat es von Hause aus leichter. Konstruktive Schlagfertigkeit wäre immer von Vorteil. Es gilt, logische Antworten und klare Strategien kurz und präzise zu formulieren. Man sollte die wesentlichen Dinge – für jedermann verständlich – klar auf den Punkt bringen.“

 

„Gesittete Diskussion“
Petra Kleining, Pressesprecherin, Bundesverband der Freien Berufe e.V., meint:
Petra Kleining„Eine Diskussion ist eine Diskussion ist eine Diskussion, auch mit dem Präfix Podium. Optimal verläuft sie, wenn Meinungen zu einem relevanten Thema kontrovers, aber gesittet ausgetauscht werden und in ein Fazit münden. Nötig ist dazu ausreichende Vorbereitung. Die Wahl der Diskutanten entscheidet, ob das Podium durch unterschiedliche Perspektiven zum Spannungsfeld wird.

Der ideale Moderator lenkt dezent und schützt die Zuhörer vor Zermürbung durch ellenlange Statements. Allen hilft es, wenn sie vorab inhaltlich und konzeptionell gebrieft werden. Dann zerfranst eine Diskussion nicht. Schließlich muss die Wortarena hoch genug, einsehbar sein, damit das Publikum auch mit den Augen zuhören kann.“

 

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