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Was macht Ihre Homepage erfolgreich?

Die Website. Während einige Verbände glauben, dieses Kommunikationsmittel ungestraft vernachlässigen zu können, haben sich andere von sämtlichen Printmedien zugunsten ihres Online-Auftritts eingestellt. Wir haben drei Profis gefragt, was eine gute Verbandswebsite ausmacht; hier lesen Sie ihre Antworten.

 

„Balanceakt zwischen Zielgruppen“
Lars Velser, Leiter Abteilung Kommunikation, Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), meint:
„Die Herausforderung einer guten Verbands-Website besteht darin, eine Balance im Hinblick auf die verschiedenen Zielgruppen herzustellen. Mitglieder, Experten, Journalisten und die allgemeine Öffentlichkeit müssen erreicht und entsprechend ihren verschiedenen Informationsanforderungen gleich gut bedient werden.
Dazu trägt auch eine flache und übersichtliche Struktur mit maximal zwei oder drei Navigationsebenen bei. Für temporäre Spezialthemen ist es für einen Verband sinnvoll, Microsites anzulegen. Web 2.0-Anwendungen sind nützlich. Es gilt hier aber vor allem, dass die Web 2.0-Aktivitäten eines Verbandes im Vorfeld mit seinen personellen Ressourcen abgeglichen werden sollten. Social Media und Pinnwände im Mitgliederbereich bieten außerdem eine innovative Möglichkeit der Mitgliederkommunikation.“

 

„Inhalte folgen Interessen“
Robert Dürhager, Koordinator Digitale Kommunikation, Oxfam Deutschland, meint:
„Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Die Struktur einer Verbandswebsite muss sich also nach den Interessen der erwünschten Öffentlichkeit richten. Der Platz für das Organigramm ist die Rubrik „Über uns“. Ähnlich verhält es sich mit den Inhalten — je nach Vorwissen der Zielgruppe sind sie eher allgemein erklärend oder informieren spezifisch und aktuell.
Mit Hilfe von „Suchen und Finden“ kann eine Verbandswebsite Zielgruppen miteinander verbinden. Wird dieser Auftrag ernst genommen, kann eine Verbandswebsite in ihrem Bereich relevanter als Google und Facebook werden.“

 

„Aktuelle Informationen und verständliche Hintergründe im Stundentakt“
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Deutscher Bauernverband (DBV), meint:
„Der Deutsche Bauernverband hat sein Internetangebot grundsätzlich neu konzipiert und ist damit seit Juli 2012 online. Das Konzept ist auf Mitglieder, also auf die Bauernfamilien, auf die Branche der Land- und Ernährungswirtschaft, auf interessierte Verbraucher und Medien ausgerichtet. Deshalb umfassen die „Herzstücke“ die aktuellen agrarwirtschaftlichen Informationen und einen Schwerpunkt der wichtigsten landwirtschaftlichen Themen als Hintergrund. Der Newsroom dient vor allem der journalistischen Recherche und idealerweise dem Downloaden von Bildmotiven aus einem Archiv. Zudem enthält er eine Videodatenbank, die Aspekte der Lebensmittelerzeugung transparent macht.
Sowohl für Mitglieder als auch für die Öffentlichkeit wird eine verständliche Sprache angestrebt, Fachchinesisch also möglichst vermieden. Für alle Nutzergruppen ist es wichtig, dass das Internetangebot täglich mit neuen aktuellen Informationen versorgt wird — und zwar zeitnah zum Ereignis. Vernetzungen zu Sozialen Netzwerken verbessern den Informationstransfer und die Bekanntheit. Die in Stundentakten notwendige Pflege des Angebotes entscheidet über den Gewinn des Users und die Nutzungshäufigkeit.“

 

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