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Was sind die Chancen und Herausforderungen einer Verbands-Website?

Hübsch, bunt und mit einer Facebook-Schnittstelle — dies sind keine professionellen Kriterien für die Qualität einer Verbands-Website. Deswegen haben wir drei Profis zu ihren Internetseiten befragt. Hier lesen Sie ihre Antworten.

 

„Aktualität, visuelle Gestaltung und Informationen!“
Carlotta Köster-Brons, Geschäftsführerin des Verbands deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU), meint:
„Unsere Website ist unser wichtigstes Kommunikationsmedium. Sie ist der erste Eindruck, den der VdU hinterlässt und für den wir keine zweite Chance bekommen. Aus diesem Grund hat die Aktualität unserer Homepage neben der visuellen Gestaltung in der Verbandsarbeit einen sehr hohen Stellenwert. Über unsere Website erhalten Mitglieder und Interessierte alle wichtigen Informationen – von unseren Pressemitteilungen über mediale Auftritte bis hin zu unseren Veranstaltungen in den Landesverbänden. In den nächsten Wochen werden wir nun auch im Bereich Social Media aktiv werden, um die Kommunikation noch schneller und spannender zu gestalten, und um über die sozialen Netzwerke weitere Zielgruppen zu erreichen.“

 

„Schlüsselthemen gehören ins Internet“
Michael Kalthoff-Mahnke, Bundesgeschäftsführer DPRG e. V., meint:
„Die Kernaufgabe jedes Verbandes ist Interessenvertretung. Und das Mittel, um dies erfolgreich zu tun, ist Kommunikation. Neben der ungebrochen entscheidend wichtigen persönlichen Kommunikation muss ein Verband periodisch oder anlassbezogen immer dann öffentlich wahrnehmbar werden, wenn es um seine Themen, seine Belange geht. Ein Verband muss also auch und gerade dann kommunizieren, wenn es ansonsten still um sein Thema zu sein scheint. Ein Unternehmen will etwas verkaufen. Ein Verband dagegen muss seine Schlüsselthemen öffentlich in den Vordergrund stellen. Und er muss seine Mitglieder überzeugend und nachhaltig in seine Arbeit einbeziehen. Dies muss der Internetauftritt eines Verbandes widerspiegeln. Und die Arbeit im „Backoffice“ muss so organisierbar sein, dass die Kommunikationsverantwortlichen des Verbandes ihre redaktionelle Arbeit auch ohne vertiefte Technikkenntnisse stets rasch, pünktlich und sicher umsetzen können.“

 

„Inhalte? Mitglieder und Hauptamtliche arbeiten Hand in Hand“
Anke Pätsch, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin Medien & Kommunikation, Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V., meint:
„Verbände müssen im Internet effektiv verschiedene Zielgruppen ansprechen. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen setzt dazu strategisch auf Kooperation.

Die Idee: ein gemeinsames Internetportal anstelle einer „einfachen“ Verbandswebseite. Im Ergebnis können alle deutschen Stiftungen, also auch Nichtmitglieder, das Portal befüllen und viele Leser erreichen. Besondere Angebote, wie eine kostenlose Stiftungssuche oder eine Stellenbörse, garantieren dabei hohen Traffic. Für die Zielgruppe Nr. 1 – die Mitglieder – werden exklusive Serviceleistungen von Arbeitshilfen über Faktenblätter bis zu Vernetzungsangeboten vorgehalten. Digitale Publikationen, ein Newsletter und Social-Media-Kanäle runden das Angebot ab. Journalisten, Stiftungsgründer, Fördermittelsuchende und Politiker finden alle Informationen gebündelt und der Verband gerät nicht in Gefahr, sich zu verzetteln.“

 

 

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