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Wie geht erfolgreiche Spendengenerierung?

Erfolgreiche Fundraising-Aktionen verlangen viel Geschick und noch mehr Können. Wir haben vier Profis nach ihren Erfolgsgeheimnissen befragt. Hier lesen Sie ihre Antworten.

 

„Strategische Partnerschaften“
Sabine Wagner-Schäfer, Bereichsleiterin Fundraising und Mitglied der Geschäftsleitung, UNICEF Deutschland, meint:
„Neben den klassischen Instrumenten des Online-Fundraisings ist bei uns eine Kooperation besonders erfolgreich: UNICEF hat mit der United Internet Gruppe einen starken strategischen Partner gefunden und gemeinsam mit ihm die Stiftung United Internet for UNICEF gegründet. United Internet als einer der führenden europäischen Internetspezialisten setzt sein Know-how und seine Ressourcen ein, um gemeinsam mit UNICEF die Lebenssituation von Kindern weltweit zu verbessern. Durch die reichweitenstarken Portalseiten und über die E-Mailverteiler der United-Internet-Marken GMX, Web.de und 1&1 ist es uns möglich, die UNICEF-Hilfe für Kinder in den ärmsten Ländern noch mehr Menschen in Deutschland nahezubringen, als wir es alleine könnten.“

 

„Anzeigen, Banner, Blogs …“
Michael Brücker, Leiter Kommunikation, Fundraising und Marketing, Caritas International, Hilfswerk der Deutschen Caritas, meint:
„Als Spezialist für weltweite Not- und Katastrophenhilfe spielt für uns der Faktor Zeit eine zentrale Rolle. Gerade in Krisen- und Katastrophenfällen müssen wir in kürzester Zeit eine Vielzahl von Unterstützern informieren und aktivieren. Hierbei nutzen wir die gesamte Bandbreite der Online-Kommunikation: die eigene Website, Online-Newsletter, aber auch Blogs, Youtube, Facebook und Twitter. Über Google Grants, Anzeigen und Bannerschaltungen versuchen wir, über unsere Stammspender hinaus Aufmerksamkeit für humanitäre Notlagen zu wecken. Auch im Fundraising ist es heutzutage notwendig, die gesamte Klaviatur der Kommunikationskanäle zu bespielen. Die Zeiten, in denen man Online-Fundraising mit Blick auf die zumeist älteren Spendergruppen als Zukunftsmusik abgestempelt hat, sind endgültig vorbei.“

 

„Konsistente Markenführung“
Matthias Renner, Leiter Marketing/Presse, Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), meint:
„Online unterscheidet sich nicht von Offline, und die Erfolge sind nicht geheim: Eine stringente und konsistente Markenführung, ein starkes Image und der nachhaltige Vertrauensaufbau einer Organisation garantieren Spendeneinnahmen. Vor allem dann, wenn man seine Zielgruppen kennt und weiß, wo Sie sich aufhalten und erreichbar sind – on- wie offline. Der Rest ist Handwerk: im Onlinebereich speziell bei der Websitegestaltung, dem E-Mailmarketing, der Suchmaschinenoptimierung sowie der Online-Werbung. Ferner spielen auch soziale Netzwerke und die mobile Kommunikationswelt eine zunehmende Rolle. Der ASB hat gerade eine iOS- und Android-App, die „ASB-Helfer-App“, mit integrierten Spendenoptionen herausgegeben.“

 

„Zielgruppengerechte Ansprache“
Birthe Hesebeck, Leiterin Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit, OroVerde – Die Tropenwaldstiftung, meint:
„Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Spendenplattformen und Crowdfunding-Netzwerken im Internet. Je nach Zielgruppe setzen wir dabei verschiedene Schwerpunkte. Für das Fundraising entscheidend ist eine verlockende Kombination aus Wort- und Bildsprache. So z. B. ein farbenfroher, exotischer Quetzal, der durch den Regenwald fliegt, kombiniert mit einem aussagekräftigen Slogan, der die wichtigsten Werte der Zielgruppe bedient. Für eine kleine Organisation wie OroVerde ist es zudem besonders wichtig, das Vertrauen der Spender zu gewinnen und den effizienten Mitteleinsatz konsequent aufzuzeigen. Aber auch der Ausbau des Bekanntheitsgrades und ein klares Profil sind von großer Bedeutung.“

 

 

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